ATX bei 1.857,23 Punkten

Wiener Börse schließt mit leichtem Minus

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Leichtes MInus beim ATX - Andritz-Aktie am umsatzstärksten

 Im Spannungsfeld anhaltender Konjunktursorgen einerseits und einer Entspannung an den Anleihenmärkten der Europeripherie sowie der Hoffnungen auf Stützungsmaßnahmen durch die Notenbanken andererseits hat die Wiener Börse am Montag leichte Verluste verzeichnet. Der ATX beendete die Sitzung bei schwachem Volumen um 4,99 Punkte oder 0,27 Prozent tiefer bei 1.857,23 Einheiten.

Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zehn Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.847 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,31 Prozent, DAX/Frankfurt -1,19 Prozent und CAC-40/Paris +0,13 Prozent.

Nach durchwegs schwachem Start konnten die Leitindizes Spaniens und Italiens noch in der Früh in die Gewinnzone drehen, was Marktbeobachter mit rückläufigen Renditen an den jeweiligen Anleihenmärkten begründeten. Zusätzlich gestützt von der Stabilisierung beim Euro/Dollar-Kurs und Spekulationen bezüglich eines Einschreitens der führenden Notenbanken infolge sich zuletzt verstärkter Konjunktursorgen folgten im Verlauf weitere Kursbarometer dem Vorbild ihrer spanischen und italienischen Pendants.

Auch der ATX schaffte am frühen Nachmittag vorübergehend den Sprung in den grünen Bereich, rutschte aber - nachdem er im im weiteren Verlauf zwischen Verlusten und Gewinnen hin- und hergependelt war - im Schlusshandel zurück in den Negativbereich. Von der Wall Street kamen tendenziell negative Impulse: Zwar starteten die US-Indizes im Plus, schwache Industriedaten ließen sie aber noch im Frühhandel in die Verlustzone abtauchen. Weiterhin belasteten zudem die Sorgen bezüglich der Euro-Schuldenkrise und der Weltwirtschaft im allgemeinen das Kursniveau, hieß es.

Unter den größten Gewinnern im Wiener prime market fanden sich die beiden Bankenwerte Raiffeisen und Erste Group mit Zuwächsen um 3,91 Prozent auf 23,15 Euro bzw. 2,06 Prozent auf 14,14 Euro. Bankenwerte waren in ganz Europa weit oben auf den Einkaufszetteln der Anleger zu finden, der entsprechende Subindex im Euro-Stoxx-600 verbuchte ein Plus von gut 3,5 Prozent.

Indes gab die Andritz-Aktie als umsatzstärkstes Papier um 3,00 Prozent auf 39,76 Euro nach. Der steirische Anlagenbauer gab am Berichtstag den Kauf knapp weiterer zehn Prozent an der Schuler AG bekannt. Aktuell hält die Andritz damit 63,5 Prozent an dem deutschen Metallpressenhersteller, dessen Übernahme das Unternehmen vergangene Woche überraschend angekündigt hatte.

Im Immosektor gingen sImmo um 4,30 Prozent auf 3,85 Euro zurück, Immofinanz büßten 1,90 Prozent auf 2,22 Euro ein und CA Immo Anlagen verbuchten ein kleines Minus von 0,26 Prozent auf 7,29 Euro. conwert reduzierten sich um 1,81 Prozent auf 8,35 Euro, hier gilt allerdings der Dividendenabschlag von 20 Cent zu berücksichtigen.

Die stärksten Verluste im prime market sahen zum Wochenauftakt Lenzing, die die Sitzung mit einem Minus von 5,49 Prozent auf 65,61 Euro beendeten. Die Aktie des Faserherstellers leide unter dem rückläufigen Baumwollpreis, verlautete es aus dem Handel.

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