Wiener Börse

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US-Schuldenstreit sorgt für Verunsicherung

Der ATX fiel 15,27 Punkte oder 0,57 Prozent auf 2.672,19 Einheiten.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 15,27 Punkte oder 0,57 Prozent auf 2.672,19 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund vier Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.668 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,36 Prozent, DAX/Frankfurt +0,24 Prozent, FTSE/London -0,16 Prozent und CAC-40/Paris -0,77 Prozent.

Zusammenfassend sprach ein Händler von einer "sommerlichen" Nachrichtenlage zu Wochenbeginn. Kaum Unternehmensnachrichten drangen an den Markt. So folgte die heimische Börse wie so oft den europäischen Börsen und der internationalen Nachrichtenlage.

Hier gab es zu Wochenbeginn zwei prägende Themen. Jenseits des Atlantiks führte der Nervenkrieg um eine Einigung im US-Schuldenstreit zu Unsicherheit an den Finanzmärkten. Auf europäischer Seite belastete eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die US-Ratingagentur Moody's.

Die Anleger gingen zuletzt nach Einschätzung von Händlern auf Nummer sicher und scheuten das Risiko. In einem europäischen Branchenvergleich standen Aktien von Banken und Versicherern ganz oben auf den Verkaufslisten. Bei Banken rückten zuletzt wieder Belastungsfaktoren wie mögliche weitere Abschreibungen im Zusammenhang mit der Schuldenkrise und Kapitalerhöhungen verstärkt in den Vordergrund.

Die heimischen Bankaktien litten mit dem europäischen Banksektor mit und verloren deutlich. Erste Group zogen um 3,44 Prozent auf 33,64 Euro nach unten, Raiffeisen verbilligten sich um 2,37 Prozent auf 35,49 Euro. Vienna Insurance Group fielen um 1,76 Prozent auf 37,11 Euro.

Andritz rückten hingegen um 1,40 Prozent auf 71,79 Euro vor. In einem "WirtschaftsBlatt"-Interview sprach der Chef des Maschinenbauers, Wolfgang Leitner, von einem geplanten jährlichen zweistelligen Wachstum in den kommenden zehn Jahren.

Unter den noch nicht erwähnten ATX-Schwergewichten ermäßigten sich Telekom Austria um 0,42 Prozent auf 8,55 Euro. OMV gingen hingegen mit einem kleinen Kursplus von 0,21 Prozent auf 28,60 Euro aus dem Handel. voestalpine gewannen deutlich, und zwar um 1,10 Prozent auf 37,20 Euro.