A-Tec: Weiter-Finanzierung ungewiss

Banken zahlen nur bis Jänner

A-Tec: Weiter-Finanzierung ungewiss

Die Banken fordern mehr Sicherheiten und Eigenbetrag von Kovats.

Die Zukunft des in die Pleite geschlitterten Industriekonzerns A-Tec von Mirko Kovats hängt weiter an einem seidenen Faden. Nachdem den Banken das Angebot von 25,1 % der von Kovats gehaltenen A-Tec-Aktien als Pfand plus die Dividende der Schwesterfirma Montanwerke Brixlegg (12 Mio. Euro) als Geldspritze für die marode Anlagenbausparte AE&E zu wenig war, machten sie einen Gegenvorschlag. Sie wollen lediglich eine Überbrückungsfinanzierung bis Ende Jänner 2011 über 97 Mio. Euro bereitstellen.

Hinsichtlich der Bedingungen und Besicherung für die Finanzierung gebe es einen harten Forderungskatalog, verlautet aus Bankenkreisen. Die Kreditinstitute wollen dem Vernehmen nach mehr Sicherheiten und einen höheren Beitrag von Mehrheitseigentümer Kovats. Zu dem Konsortium aus 15 Instituten, das die AE&E finanziert, gehören neben Raiffeisen und Erste Bank auch ausländische Institute, darunter Deutsche Bank, Commerzbank und BNP Paribas.

„Konstruktive Gespräche“
Bei der Sitzung des Gläubigerausschusses gestern Nachmittag gab es noch keine Einigung. Heute und morgen wird weiter auf Hochtouren verhandelt, es sind viele Positionen unter einen Hut zu bringen. Ein Finanzierungszeitraum bis Ende Jänner sei aber zu kurzfristig, war aus Verhandlerkreisen zu hören. Wer das jetzt einfach akzeptiere, riskiere später den Vorwurf der Fahrlässigkeit. Man sei aber optimistisch, in den nächsten Tagen zu einem Kompromiss zu kommen, hieß es nach dem Treffen. „Die Atmosphäre war konstruktiv“, so Daniel Pfeiffer von der Creditreform.

Die Zeit drängt, damit auch die eingefrorenen Garantielinien für AE&E (800 Mio. Euro) wieder geöffnet werden und das Unternehmen gesichert weiterarbeiten kann.

Am Freitag findet am Handelsgericht Wien die erste Insolvenztagsatzung statt; außerdem gibt es ein Treffen der A-Tec-Anleihegläubiger (bei ihnen geht es um rund 300 Mio. Euro) .