Banken wollen mehr Eigenkapital sehen

Feilschen um A-Tec

Banken wollen mehr Eigenkapital sehen

Die Banken von Mirko Kovats einen größeren eigenen Beitrag für AE&E .

In den Verhandlungen um die Weiterfinanzierung der AE&E kommt es am Montagabend zu einer weiteren Runde zwischen dem Bankenkonsortium, das die Anlagenbautochter finanziert und Vertretern der A-Tec.

Am Freitag waren die Gespräche unterbrochen worden, weil den Kreditgebern die von A-Tec unterbreiteten Vorschläge zu wenig waren. Sie wollen heute einen Gegenvorschlag vorlegen. Die erfolgreiche Wiedereröffnung der Kreditlinien für AE&E ist die Voraussetzung für das Gelingen des Sanierungsverfahrens des Gesamtkonzerns.

Anderer Investor?
Die Banken wollen A-Tec Kernaktionär Mirko Kovats dazu animieren, einen größeren eigenen Beitrag für das Flottkriegen der AE&E zu leisten und lassen durchblicken, dass alternativ dazu ja ein anderer Kapitalgeber in den Anlagenbau einsteigen könnte. So soll sich ein internationaler Finanzinvestor für ein solches Engagement interessieren, wie aus Verhandlerkreisen am Freitag zu hören war.

Wie viel und welches Kapital zusätzlich eingeschossen werden soll bzw. wie der Gegenvorschlag der Banken konkret aussieht, ist aktuell nicht bekannt. Die A-Tec Gläubigerversammlung hatte vorgeschlagen, die von Mirko Kovats gehaltenen Aktien an die Banken zu verpfänden und die Dividende der Konzernschwester Montanwerke Brixlegg (12 Mio. Euro) direkt an die AE&E fließen zu lassen. Die AE&E macht 60 Prozent des Umsatzes der A-Tec.

140 Mio. Euro nötig
Austrian Energy & Envrironment braucht für den operativen Betrieb der nächsten 12 Monate rund 140 Mio. Euro, die Hälfte davon in Cash. Die gesamte Kreditlinie, für die die Banken für den Anlagenbauer bürgen sollen, wird mit bis zu 800 Mio. Euro beziffert. Zum Bankenkonsortium, das die AE&E finanziert, gehören neben Raiffeisen und Erste Bank auch rund ein Dutzend ausländische Kreditinstitute. Auch die Kreditversicherer Coface und Prisma nehmen an dem Treffen teil. Sie sollen für neue AE&E-Projekte garantieren.

Die Zeit für eine Einigung drängt - am Dienstag findet ein Gläubigerausschuss statt, am kommenden Freitag gibt's vor Gericht die erste Gläubigertagsatzung sowie ein Treffen der A-Tec-Anleihegläubiger um 11 Uhr. Die A-Tec hatte nach den Verhandlungen am vergangenen Freitag erklärt, man wolle "im Laufe der kommenden Woche zu einem Abschluss kommen".

Am Freitag hatte A-Tec "angesichts des eingeleiteten Sanierungsverfahrens" die für morgen, Dienstag, geplanten Quartalszahlen auf 30. November verschoben.