Lehman war bis zu 20 Prozent an BAWAG beteiligt

BAWAG versilbert Versicherung an Generali

Die Generali Versicherung kauft der BAWAG ein weiteres rund 25-prozentiges Paket an der BAWAG PSK Versicherung ab und wird das am Mittwoch bekannt geben. Generali-Sprecher Josef Hlinka hat das der "Presse" bestätigt.

Die Generali hat der BAWAG schon im September 2007 die Hälfte an der BAWAG PSK Versicherung abgekauft, nun wird der Anteil auf 74,99 % aufgestockt. Der Zeitung zufolge wurde vereinbart, dass die Generali das Unternehmen mittelfristig zu 100 % übernehmen wird.

Die BAWAG, die Verluste schreibt, kann Geld brauchen. Dank des Versicherungsdeals dürfte sich heuer ein Gewinn ausgehen. In dem Blatt ist von einem mittlereren bis höheren zweistelligen Millionenbetrag als Kaufpreis die Rede. Zöge man frühere Deals (Städtische/Erste) heran, wo das 1,2-fache der Prämienerlöse bezahlt worden sei, wäre die BAWAG PSK Versicherung 260 Mio. Euro wert.

BAWAG nur mehr ein Viertel von 2007 wert

Die BAWAG ist seit der Cerberus-Übernahme stark im Wert gesunken. Ersichtlich ist das u.a. im Post-Geschäftsbericht. 2008 und 2009 sah sich die Post gezwungen, ihr BAWAG-Aktienpaket in der Höhe von 5 % abzuwerten. Im Vorjahr gab es eine Wertkorrektur um 20 auf 36,4 Mio. Euro. Hochgerechnet auf 100 % würden die Eigentümer bei einem Verkauf der Bank derzeit nur noch 728 Mio. Euro einnehmen, etwa ein Viertel von 2007.

Ohne öffentliche Aufmerksamkeit hat die BAWAG begonnen, sich von ausländischen Töchtern, über die riskante Geschäfte abgewickelt worden waren, zu trennen. Im Vorjahr wurden die "BAWAG International Finance" mit Sitz in Irland und die "Vindobona Gamma S.a.r.l." in Luxemburg liquidiert.

Geschlossen wurden zudem die "BAWAG PSK Jersey Auto Finance" , die "Auto Finance Jersey I" und die "Auto Finance Jersey II". Spekulationen, dass der Rückzug auf Druck der Finanzmarktaufsicht geschehen ist, werden dementiert.