Bernanke sieht den Immobilienmarkt verantwortlich

US-Notenbank

Bernanke verteidigt Fed-Maßnahmen

Ohne die staatlichen Hilfen hätte es keine Wirtschaftserholung gegeben.

US-Notenbankchef Ben Bernanke hat die 600 Milliarden Dollar (rund 449 Milliarden Euro) schweren Hilfsmaßnahmen seiner Fed zur Stützung der Konjunktur verteidigt. In einem Interview mit dem Fernsehsender CBS erklärte er am Sonntag, die US-Wirtschaft werde es schwer haben, sich ohne Staatshilfen aus eigener Kraft wieder zu erholen. Er halte zwar eine neuerliche Rezession für unwahrscheinlich, sehe aber die Gefahr, dass sich die Konjunkturerholung verlangsamen könnte, wenn die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit die Verbraucherausgaben nach unten drücke, sagte Bernanke. Überdies riet er dem US-Kongress, angesichts der schwachen Wirtschaftsleistung von Ausgabenkürzungen oder Steuererhöhungen abzusehen.

Kritiker aus den Reihen der Republikaner bis hin zu einigen Mitarbeitern von Bernankes Notenbank befürchten, dass die geplanten Milliardenmaßnahmen zu einer ausufernden Inflation und zu vermehrten Spekulationskäufen an der New Yorker Börse führen könnten. Bernanke hielt Kritikern der Fed-Politik entgegen, ohne den Hilfen seine Notenbank wäre die Arbeitslosigkeit in den USA weit höher ausgefallen - "ungefähr wie in der Depression, 25 Prozent". Es werde noch weitere fünf Jahre brauchen, die derzeit auf 9,8 Prozent angestiegene Arbeitslosigkeit auf ihren langjährigen Durchschnittswert von fünf bis sechs Prozent zu drücken.