Causa Schlecker 2014 abgewickelt

Geiwitz

Causa Schlecker 2014 abgewickelt

Allein in Deutschland verloren 25.000 Menschen ihren Job

Ende eines Imperiums: Die untergegangene Drogeriehandelskette Schlecker wird nach Einschätzung des Insolvenzverwalters Ende 2014 größtenteils abgewickelt sein. "Die wesentlichen Tätigkeiten werden wir im Laufe dieses Jahres erledigt haben", sagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz der Nachrichtenagentur dpa. Im Vordergrund stehe das frühere Filialnetz mit zuletzt Tausenden Verkaufsstellen.

"Hier sind noch an zahlreichen Stellen Abrechnungstätigkeiten beispielsweise mit Energieversorgern, Gemeinden sowie Industrie- und Handelskammern durchzuführen", sagte Geiwitz. Ein fixes Datum könne er aber noch nicht nennen.

Schlecker hatte am 23. Jänner 2012 Insolvenz angemeldet. Insgesamt verloren in Deutschland rund 25.000 Mitarbeiter ihren Job. "Aktuell wirken neben mir und meinem Team noch 36 Schlecker-Mitarbeiter an der Abwicklung des Unternehmens mit", sagte Geiwitz. "Diese sind zum Großteil mit Verwaltungsaufgaben betraut. Die Zahl wird im Laufe dieses Jahres - je nach Stand der Abwicklung - weiter sinken." Aus dem früheren Gesamtbetriebsrat ist inzwischen nur noch die damalige Vorsitzende Christel Hoffmann übrig. Für sie soll Ende März Schluss sein.

Aktuell stehen zudem die Zentrale in Ehingen und sechs Lager zum Verkauf. Geiwitz: "Für vier dieser Lager laufen aktuell konkrete Verkaufsgespräche, die hoffentlich schon in Kürze erfolgreich abgeschlossen werden können." Für den Hauptsitz in Ehingen ist den Angaben zufolge derzeit aber kein Käufer in Sicht. Auch der Plan des österreichisches Investors Rudolf Haberleitner, ehemalige Schlecker-Filialen unter dem Namen dayli wiederzubeleben, scheiterte. Noch vor dem geplanten Deutschland-Start ging dayli 2013 pleite.

Von der Insolvenz in Österreich waren 3.300 Mitarbeiter betroffen. Weiters mehr als 1.000 in Italien, Polen, Belgien und Luxemburg.

Nach der Pleite von Schlecker hatten sich einige ehemalige Mitarbeiterinnen in Deutschland in den früheren Filialen mit eigenen Läden selbstständig gemacht. Nach Angaben von Verdi wurde mittlerweile allein in Baden-Württemberg ein Dutzend der Verkaufsstellen unter neuem Namen wiederbelebt.