Probleme durch Beteiligung an Chrysler

Cerberus will Rückzug aus Hedge-Fonds verhindern

Die US-Beteiligungsgesellschaft Cerberus Capital Management will Anlegern den Abzug ihrer Mittel aus neuen Hedge Fonds untersagen. Die Maßnahme solle für drei Jahre gelten, erklärte Cerberus-Direktor Tim Price. Am Dienstag hatte die Firma Marktgerüchte zurückgewiesen, einige ihrer Fonds stünden vor der Zahlungsunfähigkeit.

Wegen hoher Verluste wollten Investoren zuletzt 4,77 Mrd. Dollar (3,33 Mrd. Euro) aus zwei Cerberus-Hedge-Fonds abziehen. Das entspricht knapp einem Fünftel des von der Gesellschaft verwalteten Vermögens.

Cerberus geriet mit Beteiligungen von insgesamt 15 Mrd. Dollar an dem US-Autobauer Chrysler und dem Finanzierer GMAC unter Druck. Bei Chrysler musste Cerberus den Großteil seiner Investitionen abschreiben, nachdem die ehemalige Daimler-Tochter in diesem Jahr Gläubigerschutz beantragt hatte. Auch die Anteile am Auto- und Immobilienfinanzierer GMAC verloren deutlich an Wert, nachdem die US-Regierung den ehemaligen Finanzarm von General Motors vor dem Kollaps retten musste.