Donauzentrum

60 neue Geschäfte

Donauzentrum eröffnet am Donnerstag

Wiener Einkaufszentrum ist nun zweitgrößtes Shoppingcenter Österreichs.

Wiens größtes Einkaufszentrum ist nun noch größer: Am Donnerstag eröffnet das Donauzentrum (DZ) in der Donaustadt einen neuen Bauteil, der 60 Geschäfte beherbergt. Die bereits bestehende Fläche des Centers wurde bei laufendem Betrieb saniert und modernisiert. "Mit der Erweiterung ist das Donauzentrum ganz klar die Nummer 2 unter den Einkaufszentren in Österreich", freute sich Markus Pichler, Österreichchef des Eigentümerkonzerns Unibail-Rodamco, am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Nur die SCS ist noch größer. Diese gehört ebenfalls Unibail-Rodamco.

155 Mio. Euro investiert
Insgesamt investierten die Eigentümer rund 155 Mio. Euro, davon etwa 110 Mio. Euro in die Erweiterung und 45 Mio. Euro in die Modernisierung des bestehenden Gebäudes. Die Fläche des Donauzentrums wurde von rund 100.000 auf etwa 130.000 Quadratmeter erweitert. Zusätzlich wurden rund 1.500 Parkplätze errichtet. Die Bauzeit betrug mehr als eineinhalb Jahre. Mittelfristig erwarten die Eigentümer ein Drittel mehr Umsatz. Ein weiteres Ziel sei die Steigerung der Kundenfrequenz, vor allem durch neue Kunden, so Pichler. Diese sollen von "anderen Einkaufsmöglichkeiten" abgezogen werden - etwa von anderen Einkaufszentren und den Shoppingmeilen in der Wiener Innenstadt. Das Neukundenpotenzial betrage 500.000 Personen.

60 neue Geschäfte
Insgesamt beherbergt das DZ nun rund 260 Geschäfte, durch die Erweiterung kamen 60 hinzu. Die größten Mieter sind Saturn, Kleider Bauer und Peek & Cloppenburg. Als Zugpferde sollen außerdem Marken wie Zara, Desigual, Quicksilver oder Tommy Hilfiger dienen. Zusätzlich eröffnen einige Labels im DZ ihre ersten Österreichfilialen, so etwa die australische Unterwäschemarke "69Slam" oder die ungarische Modekette "PS Fashion". An "einigen Sachen" werde noch gearbeitet, fügte Pichler kryptisch hinzu. Ebenfalls neu ist eine Dependance der amerikanischen Kaffeehauskette Starbucks, die einen neuen - nämlich alten - Weg beschritt: Einrichtung und Design sind an das allererste Starbucks Coffeehouse am Pike Place Market in Seattle angelehnt.

Einheitliches Design
Durch Umbau und Erweiterung sei ein "Wohlfühlambiente" geschaffen worden, betonte Centermanager Christoph Stoll. So gebe es Relaxzonen mit Sofas und Kinderareas für die kleinen Besucher. Wichtig sei beim Umbau auch das "einheitliche Design" gewesen, fügte Pichler hinzu: "Wir wollten kein Donauzentrum neu und Donauzentrum alt haben." Besonders viel Wert legten die Architekten - das Raumkonzept stammt vom Londoner Büro DunnettCraven und dem österreichischen Büro Riedl - auf Helligkeit und Transparenz, die mittels Glasfassaden erzeugt wurden.

Wasser als Thema
Eine zentrale Rolle beim Design spielt das Element Wasser - immerhin ist ein Fluss, die Donau, Namenspatron des Centers. Sowohl in der Außenfassade als auch in der Innenraumgestaltung kommt das Thema immer wieder zum Vorschein, etwa durch eine Wasserwand, Tropfen, die von der Decke hängen oder als Teppich mit Wellenmotiv. Highlight ist eine vom Künstler Klaus Rinke gestaltete Außenfassade entlang der Wagramer Straße, die sich ebenfalls dem Wasser widmet. Umwelt ist generell ein wichtiges Thema im DZ: So soll bis 2016 der Energieverbrauch um 20 Prozent gesenkt werden.

Zwei Jahre Umbau
Das DZ wurde 1975 mit einer Verkaufsfläche von rund 23.000 Quadratmetern eröffnet. Im Laufe der Jahrzehnte wurde es stetig vergrößert. 1995 kam es zu einem Eigentümerwechsel - Garagenkönig Johann Breiteneder übernahm den Komplex - und zur Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. 1999 wurde das Entertainmentcenter Donauplex eröffnet. Neben zahlreichen Gastronomiebetrieben beherbergt der neue Bauteil auch ein Kino. 2003 übernahm der Immobilienkonzern Unibail-Rodamco 90 Prozent der Anteile am DZ und Donauplex. 2008 starteten der Umbau sowie die Bauarbeiten für den Gebäudeteil, der morgen eröffnet wird.