Dow Jones verliert 0,7 Prozent

US- Börsen

Dow Jones verliert 0,7 Prozent

Der Dow Jones gab 105,90 Einheiten oder 0,70% auf 15.070,18 Zähler ab.

Sorgen der Anleger rund um die derzeit lockere US-Geldpolitik haben die New Yorker Aktienbörsen am Freitag einheitlich tiefer ins Wochenende geschickt. Der Dow Jones gab 105,90 Einheiten oder 0,70 Prozent auf 15.070,18 Zähler ab. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index ermäßigte sich um 9,63 Punkte (minus 0,59 Prozent) auf 1.626,73 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index ging um 21,81 Einheiten oder 0,63 Prozent auf 3.423,56 Zähler zurück.

Vor allem die Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve nächste Woche wird laut Händlern mit Spannung erwartet. Ob die Fed ihr Anleihekaufprogramm (QE3) fortsetzt oder schon bald schrittweise zurückfährt, darüber sollte nach der Pressekonferenz des obersten Notenbankers Ben Bernanke am kommenden Mittwoch mehr Gewissheit herrschen. Im Mai hatte Bernanke gesagt, falls sich die Beschäftigungslage nachhaltig aufhelle, könne das Tempo der Konjunkturhilfen "auf einer der nächsten Sitzungen" gedrosselt werden. Doch die Arbeitslosenquote in den USA stieg zuletzt sogar leicht.

Hinzu kamen heute durchwachsene Konjunkturzahlen: So sind die Erzeugerpreise im Mai zwar deutlich stärker als erwartet gestiegen. Das Defizit der US-Leistungsbilanz hat sich in den ersten drei Monaten des Jahres jedoch ausgeweitet und die für die US-amerikanische Volkswirtschaft so wichtige Stimmung der Konsumenten hat sich im Juni auf hohem Niveau leicht abgeschwächt.

Die etwas abgeflaute Stimmung unter den Konsumenten in den USA kostete vor allem American Express zum Wochenende einiges an Wert, die Aktien des Kreditkartenkonzerns fielen mit einem Minus von 2,98 Prozent auf 72,97 Dollar ans untere Indexende im Dow Jones zurück.

Auch die Bankenwerte Bank of America (minus 1,06 Prozent) und JPMorgan (minus 1,92 Prozent) verbilligten sich. Die US-Großbank JPMorgan spaltet ihre Beteiligungsgesellschaft One Equity Partners (OEP) ab. OEP werde sich künftig ihr Kapital bei externen Investoren beschaffen, teilte das Geldhaus heute mit. Die Tochter wurde 2001 gegründet und verwaltet als Investmentgesellschaft Unternehmensanteile im Wert von 4,5 Mrd. Dollar. Aus informierten Kreisen hieß es, JPMorgan wolle mit dem Schritt interne Strukturen vereinfachen. Außerdem fokussiert sich JPMorgan verstärkt auf Geschäftskunden.

Microsoft schlossen ebenfalls schwächer mit minus 0,91 Prozent auf 34,40 Dollar. Der US-Softwarekonzern will in Kooperation mit der US-Elektronikkette Best Buy den Verkauf seines neuen Betriebssystems Windows 8 ankurbeln. In mehr als 600 Filialen von Best Buy baut das Unternehmen eigene Windows Stores auf, in denen Kunden Produkte wie Tablets, Windows Phones und Ultrabooks anschauen und ausprobieren können. Best Buy gaben an der NYSE 2,50 Prozent auf 26,87 Dollar ab.

Stärkste Aktie im Dow Jones waren Verizon mit einem Plus von 0,85 Prozent auf 51,07 Dollar. Im Nasdaq verloren die schwergewichteten Apple-Aktien (minus 1,36 Prozent auf 430,05 Dollar) ebenso wie jene des Onlinenetzwerks Facebook (minus 0,42 Prozent auf 23,63 Dollar), während die Papiere des Online-Gutscheinkonzerns Groupon nach einem positiven Analystenkommentar um 11,52 Prozent auf 7,65 Dollar hochschnellten.