Elsner sucht nach BAWAG-Geld

Millionen weg

Elsner sucht nach BAWAG-Geld

Ruth Elsner hat Experten mit Gutachten zu Flöttls Vermögen beauftragt.

In der Causa Elsner werden schwere Vorwürfe laut. Helmut Elsners Ehefrau Ruth geht nach der Ablehnung der Fußfesseln für Österreichs prominentesten U-Häftling in die Offensive. Ein in Vorbereitung befindliches Privatgutachten soll das Vertrauen in die Aussagen von Bawag-Spekulant Wolfgang Flöttl erschüttern, damit die Unschuld Elsners beweisen und den Verbleib des angeblich verspekulierten Milliardenvermögens aufklären.

Abgekartetes Spiel
Ruth Elsner hat gestern gemeinsam mit ihren Anwälten Karl Bernhauser und Jürgen Mertens den Verdacht geäußert, dass die Justiz von Anfang an nicht am Verbleib der verzockten Bawag-Gelder interessiert war und ganz den Aussagen des Kronzeugen Wolfgang Flöttl vertraut hat. Sämtliche entlastenden Umstände für Elsner wären auf „Weisung von ganz oben“ unter den Teppich gekehrt worden. Tatsache ist, dass sich Flöttl im Bawag-Prozess auf Computerabstürze und Datenverluste bezogen hat und weitere Erklärungen schuldig blieb.

Angriff auf Bandion-Ortner
Einmal mehr nahmen Elsners Verteidiger die damalige Richterin und jetzige Justizministerin Claudia Bandion-Ortner unter Beschuss. Anwalt Bernhauser behauptet, Bandion-Ortner habe im Sommer 2007, wenige Wochen nach Start des Bawag-Prozesses, im privaten Rahmen angekündigt, Elsner werde „die Höchststrafe“ erhalten.

Ruth Elsner hat ihren Angaben zufolge gegen Wolfgang Flöttl auch rechtliche Schritte in den Vereinigten Staaten eingeleitet. Sie erhofft sich davon vor allem eine Kontenöffnung bei Flöttl. Dieser führt noch immer ein ­Luxusleben mit Jacht-Ausflügen mit der US-High-Society, während Elsner schwer krank in der U-Haft-Zelle schmort. Ruth Elsner: „Ich werde mit allen legalen Mitteln versuchen, Herrn Flöttl zu Fall zu bringen.“