Frankfurter Börse

Marktbericht

Europas Leitbörsen schließen im Minus

Schweizer und schwedische Börse mit leichten Kursgewinnen.

Europas Leitbörsen haben m Dienstag abermals mehrheitlich mit Verlusten den Handel verlassen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 8,31 Einheiten oder 0,26 Prozent auf 3.177,66 Zähler.

   Von Konjunkturseite blieb die Nachrichtenlage heute dünn. Geopolitische Spannungen in der Ost-Ukraine waren unter anderem verantwortlich für die Unsicherheit auf den Märkten. Zuletzt warnte Russland in scharfem Tonfall vor jeglichen militärischen Aktionen, die einen Bürgerkrieg in der Ukraine heraufbeschwören könnten. Die Ukraine hatte ihrerseits in der Millionenstadt Charkow ein Verwaltungsgebäude von prorussischen Aktivisten räumen lassen.

   Laut Händlern ist auch die Angst vor einer größeren Korrektur der Märkte gegeben, weswegen sich Anleger zurzeit von Aktien trennen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Unsicherheiten wird die Berichtsaison, angefangen nach US-Börsenschluss von Alcoa, mit Spannung erwartet.

   Auf Unternehmensseite stand Südzucker im Blickpunkt des Interesses. Europas größter Zuckerhersteller musste bekannt geben, dass das Unternehmen die Schätzungen der Analysten bei Umsatz und Ergebnis verfehlen werde. Als Grund nannte der Konzern die fehlende Möglichkeit, einen höheren Preis an den Kunden weitergeben zu können. Die Einschätzung über das schwierige Umfeld zog nicht nur die Südzucker-Aktien um 20,64 Prozent auf 16,23 Euro nach unten. Auch Titel von Associated British Foods verloren aufgrund der zurückhaltenden Umfeldeinschätzung 3,92 Prozent auf 2.645 Pence.

   Nokia konnte dagegen in Finnland mit erfreulichen Nachrichten auftrumpfen. Der finnische Telekommunikationskonzern verkündete die Zustimmung der chinesischen Behörden zu dem Verkauf der Handysparte an Microsoft erhalten zu haben. Das Unternehmen unterstrich gleich anschließend nochmals seine Ambitionen für die Finalisierung des Verkaufs noch im April. Die Nokia-Werte machten einen Kurssprung um 4,98 Prozent auf 5,585 Euro.

   Zwischenzeitlich an die DAX-Spitze setzen konnten sich VW-Papiere. Im März konnte der Wolfsburger Autobauer den Absatz in seinen drei wichtigsten Marken um rund fünf Prozent steigern. Bei der VW-Kernmarke stieg der Verkauf ebenfalls um 3,9 Prozent an. Im Februar war der Absatz nur um 1,5 Prozent angestiegen. Die VW-Vorzugsaktien reagierten mit einem Plus von 0,11 Prozent auf 189,90 Euro, mussten aber ihre Spitzenposition im DAX im Tagesverlauf abgeben.

   Einem Zeitungsbericht zufolge möchte der Internetkonzern Iliad mit seiner Billigmarke Free den größeren Konkurrenten Bouygues Telecom für 5 Mrd. Euro schlucken. Dem Blatt zufolge möchte Bouygues allerdings eine Summe von 8 Mrd. Euro erhalten. Bouygues hatte vor kurzem selbst im Bieterkampf um den Konkurrenten SFR mitgeboten, allerdings gegenüber Numericable das Nachsehen gehabt. Die Iliad-Titel stiegen um 0,70 Prozent auf 200,00 Euro, die Bouygues-Werte verbuchten einen Kursgewinn von 1,34 Prozent auf 29,39 Euro.