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Frank Stronach startet ins neue Leben

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Nach dem Rückzug aus seinem Magna-Konzern stellt Frank Stronach neue Weichen.

Turbulente Tage für Frank Stronach. Der Multi-Milliardär kündigte gestern dem Wiener Neustäder Bürgermeister seinen Teil-Rückzug aus dem ortsansässigen Fußballverein an. Heute bekommt Stronach in Graz das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich verliehen – im Magna-Steyr-Werk in Graz durch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Unterdessen schmiedet er hinter den Kulissen Pläne für sein weiteres Unternehmer-Engagement. Vollgas-Zukunft. Frank Stronach bleibt auch nach seinem Teilrückzug bei dem von ihm gegründeten Magna-Konzern im Auto-Business. Gemeinsam mit Magna hat er die neue Firma E-Car-Systems gegründet, wo er wieder die Kontrolle hat. Stronach zu ÖSTERREICH: „Ich habe sehr starke Pläne für Österreich, besonders im Zusammenhang mit dem Elektroauto. Ich habe das Elektroauto zwar von Magna ausgegliedert, doch Magna ist ein sehr großer Investor. Durch meine Mehrheitsstimme habe ich die totale Kontrolle.“ Starker Mann. Damit spielt Stronach darauf an, dass er immer noch größter Einzelaktionär des Unternehmens ist. Pensionsreif ist der Selfmade-Mann jedenfalls nicht. „Mir geht es sehr gut. Ich bin gesund und hervorragend in Schuss“, so Stronach. Die brillante Karriere wollte und will Stronach mit ehrgeizigen Fußball-Projekten krönen – mit wechselndem Erfolg. In den Wiener Spitzenklub Austria steckte Stronach in neun Jahren über 100 Mio. Euro – das geplante Stadionprojekt in Rothneusiedl platzte aber. Nun droht nach der Reduzierung des Stronach-Engagements in Wiener Neustadt ein Debakel. Zuletzt sorgte er mit seiner Milliarden-Abfindung bei Magna für Unruhe. Proteste anderer Aktionäre fruchteten aber nicht und Stronach gibt sich gelassen: „Die Milliarde habe ich mir verdient. Ich habe kein schlechtes Gewissen.“

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