Am 15. September 2008 bricht die Investmentbank Lehman Brothers zusammen und verursacht eine weltweite Wirtschaftskrise.

Performance im Schnitt über 8 %

Investmentfonds 2010 mehrheitlich mit Gewinnen

Von insgesamt 1.601 heimischen Fonds erzielten 1.464 Gewinne.

Die heimischen Investmentfonds haben im abgelaufenen Jahr 2010 unterm Strich im Schnitt wieder Gewinne verbucht. Von insgesamt 1.601 Fonds, die schon seit mindestens einem Jahr auf dem Markt sind, weisen 1.464 eine positive Jahresperformance aus. Nur 132 Fonds performten negativ, fünf Fonds kommen auf eine Performance von exakt null, geht aus der aktuellen Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) hervor.

Im arithmetischen Mittel - ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien - errechnet sich für die Investmentfonds für 2010 eine durchschnittliche Performance von 8,71 %. Damit konnten Fonds weiter zulegen, die guten Performance-Zahlen von 2009 konnten aber nicht wiederholt werden. 2009 lag die durchschnittliche Jahresperformance noch bei 19,25 %. In diesem Jahr hatten sich die Fonds erstmals wieder von den Börsencrashs des Finanzkrisenjahrs 2008 erholt. 2008 wiesen heimische Fonds noch im Mittel ein Minus von 20,60 % aus.

Gewinner 2010
Die beste Einjahres-Performance von 112,86 % weist in der VÖIG-Statistik der "Helvetia Growth Fund" der Bank Austria-Fondstochter Pioneer Investments Austria auf. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen der "R-Credit-Laufzeitenfonds-2013" der Raiffeisen KAG (plus 93,09 %) und der "Globo I" der Schoellerbank Invest AG (plus 56,67 %).

Verlierer 2010
Die schwächste Einjahres-Performance von minus 43,33 (thesaurierende Fondsvariante) weist die VÖIG-Statistik für den "Multi-Selector-Hedgefonds" der Sparinvest aus, gefolgt vom "s DoubleStock" der Sparkasse Oberösterreich KAG (minus 16,84 %) und dem "Europe Return Fund" der Raiffeisen Salzburg Invest KAG (minus 15,34 %).

Sharpe-Ratio
Gemessen an der Dreijahres-Sharpe-Ratio liegt wie schon in den Vormonaten der "Real Invest Austria" der Bank Austria Real Invest vorn. Die thesaurierende Variante des Fonds kommt auf eine Sharpe-Ratio von 2,87, die ausschüttende kommt auf 2,66. Den zweitbesten Sharpe-Wert von 1,94 errechnet die VÖIG für den "Allianz PIMCO Mortgage" der Allianz Invest.

Die Sharpe-Ratio setzt die erzielte Performance in Relation zum eingegangenen Risiko und macht damit den Anlageerfolg von Fonds mit verschiedenen Veranlagungskategorien besser vergleichbar. Die über den risikofreien Zinssatz hinausgehende Performance wird dabei durch das Risikomaß Volatilität dividiert. Je höher die Sharpe-Ratio, desto besser ist das Performance/Risiko-Verhältnis.