Keine Einigung bei Metallern

Lohnrunde geplatzt: Streiks in 150 Betrieben

Lohnrunde geplatzt: Streiks in 150 Betrieben
© TZ ÖSTERREICH / JUVAN
Am Mittwoch gab es in den Lohnverhandlungen wieder keine Einigung.
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Die Opel-Fabrik in Wien-Aspern ist am Donnerstag Ziel von gewerkschaftlichen Aktionen geworden. In zwei Schichten sind im Motoren- und Getriebewerk Betriebsversammlungen und einstündige Warnstreiks abgehalten worden, morgen, Freitag soll länger gestreikt werden. Wolfgang Katzian und Karl Proyer von der Privatangestelltengewerkschaft nahmen am Nachmittag an einer solchen Protestaktion teil. Die GPA-djp vertritt die Angestellten, die Industriegewerkschaft (Pro-Ge) die Arbeiter der metallverarbeitenden Betriebe.

Ab Montag seien "unbefristete Kampfmaßnahmen" möglich, kündigte der Chef der Industriegewerkschaft, Rainer Wimmer, an. "Wenn es am Wochenende zu keiner Weiterentwicklung kommt, machen wir am Montag ernst", betonte Wimmer.

Arbeitgeber-Chefverhandler Christoph Hinteregger kritisierte den Verhandlungsstil der Gewerkschafter. Auf seine Frage, "wie viel sie noch wollen, habe ich keine Antwort erhalten. Es hat nur geheißen: 'Das ist zu wenig'", so Hinteregger in der ORF-Sendung "Vorarlberg heute". Anschließend seien die Gewerkschafter "aufgestanden und gegangen".

Jetzt streiken die Metaller


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© APA/HANS KLAUS TECHT

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Letzter Metaller-Streik war vor 25 Jahren
Die Metaller haben zwar immer wieder mit Streiks gedroht, dieses Mittel des Arbeitskampfs allerdings nur selten eingesetzt. Zuletzt wurde vor 25 Jahren, nämlich im November 1986, bei den Metallern zur Unterstützung der Forderungen bei Kollektivvertragsverhandlungen gestreikt. Dabei ging es in kurzen Warnstreiks um die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung und mehr Lohn.

Davor streikten die Metallarbeiter im Mai 1962. Dieser Arbeitskampf hatte mehrere Ziele: Die Abschaffung der damaligen eigenen Frauenlohngruppen, Lohnerhöhungen sowie arbeitsrechtliche Verbesserungen bei Krankenstand. Krankheit dürfe kein Entlassungsgrund mehr sein, forderten die Beschäftigten. Damals waren österreichweit rund 200.000 Beschäftigte vier Tage lang im Streik, die Arbeitsniederlegung war erfolgreich.

Seit 1986 habe es punktuelle Protestaktionen und in einzelnen Betrieben auch Arbeitskampf gegeben, aber nie einen branchenweiten Metallerstreik zur Unterstützung der Forderungen in den KV-Gesprächen, hieß es heute auf Anfrage der APA bei der Metallergewerkschaft PRO-GE und beim ÖGB.

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