Ofner deutet Dividendenerhöhung an

Flughafen-Chef

Ofner deutet Dividendenerhöhung an

Anstieg bei Luftfracht lässt auf Wirtschaftswachstum 2014 hoffen

Der Flughafen Wien hat seit zwei Jahren die Politik, 40 Prozent des Nettoergebnisses auszuschütten. Sollte dieses heuer wie erwartet bei 65 Mio. Euro liegen, dann "könnte das bedeuten, dass es ein bisschen mehr wird als es zuletzt war" sagte Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner am Donnerstag bei der "Gewinn"-Messe. 2012 war die Dividende von 1,0 auf 1,05 Euro angehoben worden.

Für 2014 ist Ofner optimistisch. Darauf deute die Entwicklung der Luftfracht hin: Seit Juni lege sie zu, im Oktober habe das Plus 24 Prozent betragen. Mit einer Zeitverzögerung von sechs bis neun Monaten werde sich dies in Wirtschaftswachstum niederschlagen.

Der Flughafen werde nach Jahren der "Konsolidierung" auch wieder mehr Mitarbeiter einstellen, weil es zusätzliche Dienstleistungen gebe. Für das Unternehmen werde der nicht luftfahrtspezifische Bereich immer wichtiger: Non-Cargo steuere 70 bis 80 Prozent des Nettoergebnisses bei. Bald sollen ein neues Hotel und ein Drive-In von McDonalds oder Burger King dazu kommen.

Wachstum erhofft sich der Flughafen auch, wenn die ÖBB-Fernzüge aus dem Westen ab Ende 2015 bis zum Flughafen kommen und Passagiere aus Linz in knapp 1:30 Stunden und aus Salzburg in 2:20 Stunden anreisen können. Dann werden manche wohl für den Abflug von München auf Wien umsteigen.

Beim Bau der dritten Piste hat der Flughafen Wien vorerst keine Eile. Der Umweltsenat sei mit Berufungen befasst. Trifft er bis zum Jahresende keine Entscheidungen, geht die Kompetenz auf das Bundesverwaltungsgericht über und dann kann das Verfahren "durchaus noch dauern". Aber der Flughafen Wien könne damit leben, denn die Fluggesellschaften setzen zunehmen größere Maschinen ein, die Zahl der Flugbewegungen ist daher heuer um fünf Prozent zurückgegangen, während die Zahl der Passagiere um etwa ein Prozent fiel. Diese Entwicklung gehe weiter. "Das heißt, wir brauchen diese gewaltige Investition auch erst etliche Jahre später", was für den Flughafen wirtschaftlich erfreulich sei.

Die Anbindung des Flughafens an die Stadt sei im internationalen Vergleich schnell und günstig, meint Ofner. "Preislich wird es eher nach oben als nach unten gehen". Verbessern könne man aber die Bequemlichkeit.