Schwarzer Montag an den Börsen

ATX stürzt ab

Schwarzer Montag an den Börsen

Der ATX fällt fast vier Prozent gegenüber dem Freitags-Schluss.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei durchschnittlichem Volumen mit erneut deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel massive 77,41 Punkte oder 3,78 Prozent auf 1.968,72 Einheiten. Damit ging der heimische Leitindex erstmals seit Juli 2009 unter der Marke von 2.000 Punkten aus dem Handel, nachdem er bereits zum Wochenschluss um mehr als fünf Prozent abgerutscht war. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,54 Prozent, DAX/Frankfurt -2,26 Prozent, FTSE/London -1,46 Prozent und CAC-40/Paris -3,85 Prozent.

 In einem unter Druck stehenden internationalen Börsenumfeld ging somit auch in Wien die Kurstalfahrt weiter. Die europäischen Aktienmärkte standen auch zu Beginn der neuen Handelswoche im Bann der Euro-Schuldenkrise, hieß es aus dem Handel. Die wachsende Angst vor einer Staatspleite Griechenlands lastete europaweit stark auf den Bankenaktien. Ein Medienbericht im "Wall Street Journal" , wonach das hochverschuldete Griechenland die nächste Tranche des ersten Rettungspakets vermutlich erhalten werde, unterstützte im Verlauf nur wenig die Aktienkurse.

 Erste Group verbuchten einen Kursabschlag von 5,42 Prozent auf 20,43 Euro. Raiffeisen Bank International-Papiere gingen um 4,27 Prozent auf 23,46 Euro zurück. Bereits zum Wochenschluss brachen die Raiffeisen-Titel um elf Prozent ein.

   Neben den Finanztitel standen auch zyklische Werte unter Verkaufsdruck. Die Titel des Salzburger Kranherstellers Palfinger schwächten sich um beachtliche 7,88 Prozent auf 13,0 Euro. Wienerberger bauten ein Minus von 5,84 Prozent auf 8,20 Euro. Die Papiere des Leuchtenherstellers Zumtobel sanken um 5,42 Prozent auf 11,35 Euro. Lenzing sackten um 6,41 Prozent auf 74,88 Euro ab.

   Verbund-Anteilsscheine gaben um 4,50 Prozent auf 21,20 Euro nach. Zum Versorger wurden mehrere negativere Analystenmeinungen bekannt. Die Experten von Cheuvreux senkten ihr Kursziel von 25,0 auf 22,0 Euro. Bei der Berenberg Bank wurde das Kursziel von 31,00 auf 27,00 Euro nach unten revidiert. Nach Händleraussagen nahm zudem die Deutsche Bank ihr Anlagevotum von "buy" auf "hold" zurück.

   Unter den weiteren Schwergewichten sanken voestalpine um 4,38 Prozent auf 22,15 Euro. OMV-Papiere gaben um 2,87 Prozent auf 24,73 Euro nach. Andritz verloren um 2,82 Prozent auf 60,25 Euro und Telekom Austria verschlechterten sich um 2,46 Prozent auf 7,05 Euro.
 

 

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17:50 Uhr: Der ATX fällt gegenüber dem Freitags-Schluss um sehr deutliche 77,41 Punkte auf 1.968,71 Zähler.

17:16 Uhr: Der Euro notiert im europäischen Devisenhandel gegen den US-Dollar etwas schwächer gegenüber dem heutigen Richtkurs der Europäischen Zentralbank (EZB): Derzeit liegt er bei 1,36 Dollar.

17:10 Uhr: Der ATX liegt derzeit immer noch deutlich unter der 2.000-Punkte-Marke. Kurz vor Handelsschluss wird das wohl auch noch so bleiben.

16:53 Uhr: Schockstarre bei den französischen Banken: Die Aktienkurse der drei Großbanken fallen angesichts neuer Spekulationen auf eine Pleite Griechenlands und der Furcht vor einer möglichen Abstufung durch die Ratingagentur Moody's weiter in hohem Tempo.

16:25 Uhr: Die New Yorker Aktienbörsen haben am Montag im Frühhandel vorwiegend mit etwas leichteren Kursen tendiert. Bis 16.10 Uhr verlor der Dow Jones Industrial Index 38,14 Einheiten oder 0,35 Prozent auf 10.953,99 Zähler, nachdem er zur Eröffnung noch mehr als ein Prozent im Minus gelegen war.

15:57 Uhr: Der Dax ist am Montag erneut steil auf Talfahrt gegangen und hat zeitweise auch die psychologisch wichtige Marke von 5.000 Punkten unterschritten. Zu den am Wochenende aufgeflammten Diskussionen um eine Staatspleite Griechenlands und den Sorgen um eine Abstufung der Kreditwürdigkeit französischer Banken durch die Ratingagentur Moody's kam am Nachmittag noch ein Atomunfall in Frankreich hinzu, der die Märkte in die nächsten Turbulenzen stürzte. Der deutsche Leitindex, der bereits in der Vorwoche mehr als sechs Prozent eingebüßt hatte, erreichte bei 4.966 Punkten ein neues 26-Monatstief, bevor er sich wieder auf 5.025 Punkte erholte. Das war ein Minus von 3,18 Prozent.

15:41 Uhr: Bei den im standard market auction der Wiener Börse gelisteten Aktien sind am Montag fünf Kursgewinnern drei -verlierer und drei unveränderte Titel gegenüber gestanden. Meistgehandelte Titel waren Oberbank Stämme mit 681 Aktien (Einfachzählung).

15:28 Uhr:

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14:49 Uhr: Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit beachtlichen Verlusten gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 1.953,28 Punkten errechnet, das ist ein massives Minus von 92,85 Punkten bzw. 4,54 Prozent.

14:47 Uhr: Die Zuspitzung der Schuldenkrise in der Eurozone und die entsprechend schwache Börsenreaktion dürften auch an der Wall Street den Wochenauftakt belasten. Rund 75 Minuten vor Handelsbeginn verlor der Future auf den Dow Jones Industrial 2,28 Prozent. Der Future auf den Technologiewerte-Auswahlindex Nasdaq 100 sackte um 2,18 Prozent ab.

14:39 Uhr:

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14:02 Uhr: Ungarn belastet heimische Banken
Die Initiative der ungarischen Regierung, Privathaushalten die Rückzahlung von Fremdwährungskrediten zu einem festen Wechselkurs zu ermöglichen , trifft besonders österreichische Banken hart.

13:43 Uhr: Europas Leitbörsen zu Mittag weiterhin tiefrot
 Die europäischen Aktienmärkte haben weiterhin tief in der Verlustzone tendiert. Der Euro-Stoxx-50 reduzierte sich bis etwa 13 Uhr um 93,18 Einheiten oder 4,49 Prozent auf 1.980,49 Punkte.

13:35 Uhr: Frankreichs Banken im Sog der Griechenland-Krise
Die Aktien französischer Großbanken brachen am Montag um mehr als zehn Prozent ein. In ihrem Sog rutschten Finanzwerte in ganz Europa ab, auch die Papiere der Deutschen Bank und der Commerzbank gingen auf Talfahrt.

13:22 Uhr: DAX weiter im Minus

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13:11 Uhr: Bankaktien in Wien unter Druck
Nach einem Kursrutsch von mehr als elf Prozent bereits zum Wochenschluss, gaben Raiffeisen Bank International am Montag um weitere massive 7,31 Prozent auf 22,71 Euro nach. Erste Group verbuchten einen ebenfalls deutlichen Kursabschlag von 7,18 Prozent auf 20,05 Euro.

12:55 Uhr: Berlin versucht Märkte zu beruhigen
Die deutsche Bundesregierung rechnet nach eigenen Angaben nicht mit einem Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone. "Wir wollen die gesamte Euro-Zone mit allen Mitgliedsstaaten stabilisieren", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

12:42 Uhr: Schlechte Zahlen in Fernost
Die Leitbörsen in Fernost haben tief in der Verlustzone geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio verringerte sich um 201,99 Zähler oder 2,31 Prozent auf 8.535,67 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 836,09 Zähler (minus 4,21 Prozent) auf 19.030,54 Einheiten nach.

12:34 Uhr: Keine Erholung
Auch über Mittag halten die Verluste in Wien an

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11:54 Uhr: ATX weiter mit Verlusten
Der ATX bleibt weiter im Minus. Derzeit liegt der Wiener Leitindex bei 1.968,87 Punkten. Das Minus beträgt 3,79 Prozent.

11:41 Uhr: "Ausverkauf rational nicht erklärbar"
 "Die Gemengelage spitzt sich zu", sagte Analyst Michael Seufert von der NordLB.   "Die Verunsicherung am Markt gewinnt aktuell die Überhand", so der Experte. Rational sei der Ausverkauf an den Märkten nicht mehr zu erklären.

11:41 Uhr: Frankreichs Banken verschlimmern Börsen-Nervosität
Neben der Griechenland-Krise drücken auch die Sorgen um die Kreditwürdigkeit der französischen Großbanken die Kurse nach unten. Laut der Financial Times Deutschland will die Ratingagentur Moody's in den nächsten Tagen die drei größten französischen Banken herabstufen. BNP Paribas, Société Générale  und Crédit Agricole hätten besonders viele griechische Staatsanleihen und würden daher von einer Griechenland-Pleite stark getroffen. Die Aktien der Banken verloren zeitweise um mehr als 10 Prozent.

11:37 Uhr: Investoren flüchten in Gold
Während die Börsen abstürzen, erreichte der Goldpreis in Euro ein neues Allzeithoch (1.375 Euro je Feinunze). Die Investoren würden in den "sicheren Hafen" Gold flüchten, so Analysten.

11:30 Uhr: Deutscher Vize-Kanzler spricht von Griechen-Insolvenz
Für zusätzliche Nervosität an den Börsen sorgte ein Kommentar des deutschen Vize-Kanzlers und FDP-Chefs Philip Rösler: Rösler hatte in der "Welt" gemeint, eine geordnete Insolvenz Griechenlands sei denkbar, wenn dafür die Instrumente zur Verfügung stünden.

11:26 Uhr: Börse Tokio schließt auf tiefstem Stand seit März
Nicht nur in Europa stürzen die Börsen ab. Auch in Tokio gibt es satte Verluste. Der Nikkei-Index verlor 2,31 Prozent und schloss am tiefsten Stand seit der Erdbebenkatastrophe Mitte März.

11:23 Uhr: ATX verliert mehr als 4 Prozent
Der ATX in Wien ist mittlerweile schon mehr als 4 Prozent im Minus. Besonders stark getroffen werden derzeit Bank-Aktien: Die Erste Bank verlor heute schon rund 7 Prozent, die Raiffeisen Bank International rund 6,7 Prozent.

11:09 Uhr:
Analyse der Commerzbank: Momentan gibt es eine unangenehme Kombination durch eine sich erneut verschärfende Schuldenkrise auf der einen Seite und eine Europäische Zentralbank, die sich über Gebühr in die Bekämpfung dieser Krise verstrickt hat.

10:56 Uhr:
Ein Grund für den Absturz an den Börsen ist die Sorge vor einer Staatspleite Griechenlands. Hinter den Regierungs-Kulissen wird immer offener über einen Zahlungsstopp gesprochen. Medienberichten vom Wochenende zufolge laufen im deutschen Finanzministerium bereits Planspiele, wie ein Bankrott beherrscht werden könnte.

10:45 Uhr:
Der DAX erholt sich momentan wieder leicht von seinem kurzzeitigen Absturz unter 5.000 Punkte.

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(c) Deutsche Börse

10:38 Uhr:
In London verringerte sich der FT-SE-100 um 136,2 Einheiten oder 2,61 Prozent auf 5.078,43 Zähler.

10:32 Uhr:
Der europäische Auswahlindex Euro-Stoxx-50 verlor bis 10.05 Uhr um massive 93,37 Einheiten oder 4,50 Prozent auf 1.980,30 Punkte..

10:23 Uhr:
Der Euro rutscht somit auf das tiefste Niveau seit Februar 2011. Um 9 Uhr hielt der US-Dollar gegen den Euro bei 1,3565 nach 1,3817 USD beim Richtkurs vom Freitag.

10:17 Uhr:
Auch der Euro zeigt sich ain der Früh schwächer gegenüber dem US-Dollar-Richtkurs der EZB vom Freitag und tiefer gegenüber dem späten Devisengeschäft in New York. Klare Verluste muss der Euro auch zu den anderen internationalen Leitwährungen Yen, Pfund und Franken hinnehmen.

10:15 Uhr:
Der DAX rutscht erstmals seit zwei Jahren unter 5.000 Punkte.

10:14 Uhr:
Der dramatische Absturz des ATX in den letzten fünf Tagen. Es ist der tiefste Stand seit Juli 2009.

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10:02 Uhr:
Auch aus Frankfurt werden dramatische Zahlen berichtet. Der DAX reduzierte sich bis 9.25 Uhr um 142,48 Einheiten oder 2,75 Prozent auf 5.047,45 Zähler.

9:55 Uhr:
Der Fließhandelsindex ATX notierte um 9.15 Uhr bei 1.984,15 Zählern um 61,98 Punkte oder 3,03 Prozent unter dem Freitag-Schluss (2.046,13) und rutschte damit erstmals seit Juli 2009 unter die Marke von 2.000 Punkten.

9:45 Uhr:
Die Wiener Börse zeigt sich kurz nach dem Handelsstart erneut mit massiven Verlusten. Die Sorgen verbunden mit der Euro-Schuldenkrise setzt die Kurstalfahrt an den Aktienbörsen europaweit fort, hieß es aus dem Handel.