"Park Hyatt" als Betreiber fix

Signa-Hotel in Wien

"Park Hyatt" als Betreiber fix

Das Hotel zieht in die ehemalige Länderbank-Zentrale in der City.

Gerüchte gab es schon länger, doch nun steht der Betreiber für das Wiener Hotelprojekt des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko offiziell fest: In die einstige Länderbankzentrale in der Innenstadt wird die internationale Gruppe Hyatt mit ihrer Luxusmarke "Park Hyatt" einziehen, gab Benkos Unternehmensgruppe Signa Holding am Donnerstag der APA bekannt. Nach einem schon länger bestehenden Letter of Intent (Absichtserklärung) sei gestern, Mittwoch, Abend schließlich auch der endgültige Vertrag in Zürich unterzeichnet worden.

Immobilienentwickler Benko begeistert
"Es ist toll, dass es uns gelungen ist, mit Park Hyatt eines der weltweit besten, kompetentesten und renommiertesten Hotelunternehmen nach Wien in die ehemalige Länderbankzentrale zu bringen", freute sich Benko in einer schriftlichen Mitteilung. In das Gebäude, das seit 2008 im Besitz des Investors ist, wird außerdem die Nobelmarke "Prada" einziehen. Das ist laut Benko eine "geniale Ergänzung" für das Luxushotel. "Prada" werde in dem Komplex einen 1.500 Quadratmeter großen Flagship-Store einrichten.

Die Eröffnung des Gesamtkomplexes sei für 2013 geplant, hieß es. "Mit Park Hyatt als Betreiber für unser Luxushotel und mit dem Flagship-Store von Prada haben wir vor Baubeginn bereits über 90 Prozent des Objektes Am Hof verwertet", betonte Benko.

Baubeginn noch im August
Der Baubescheid für den Umbau der ehemaligen Länderbankzentrale in der Wiener Innenstadt zum Luxushotel "Park Hyatt Vienna" wurde am 22. Juni 2011 erteilt, berichtete die Signa Holding. Auch das Bundesdenkmalamt habe bereits grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Mit den Bauarbeiten soll noch in diesem Monat begonnen werden, hieß es auf APA-Nachfrage.

Mit der Fünf-Sterne-Luxusherberge sollen neue Hotel-Standards in Wien gesetzt werden, warb die Holding in einer schriftlichen Mitteilung. Das "Park Hyatt" werde 143 Zimmer, davon 35 Suiten, haben. Außerdem soll es einen großzügigen Spa- und Wellnessbereich, ein Fitness-Center sowie einen Beautybereich über zwei Ebenen geben. Letzteres werde sich im ehemaligen Safe-Bereich des Bankgebäudes befinden. Im denkmalgeschützten einstigen Kassensaal soll ein Restaurant "auf höchstem internationalem Niveau" die Gäste kulinarisch verwöhnen. Auch eine Cafe-Bar über zwei Ebenen wird es geben, hieß es. In der ebenfalls denkmalgeschützten, mehr als 640 Quadratmeter großen Prunketage wird ein Ballsaal und Konferenzbereich eingerichtet.

Spekulationen, dass "Park Hyatt" das geplante Hotel in der Länderbankzentrale betreiben wird, gab es schon länger. Doch die offizielle Präsentation verschob sich in den vergangenen Monaten mehrmals. Grund dafür sei gewesen, dass die Detailverhandlungen "eine gewisse Zeit" gedauert hätten, hieß es auf APA-Nachfrage. Einen Letter of Intent habe es schon länger gegeben, gestern, Mittwoch, wurde schließlich der endgültige Vertrag unterschrieben. Die Eröffnung des Komplexes, der neben dem Hotel auch einen "Prada"-Flagship-Store beherbergen wird, ist für 2013 geplant.

Verlängerung der Fußgängerzone
Insgesamt soll der Bau in die geplante Verlängerung der Fußgängerzone integriert werden. Diese soll dann vom Kohlmarkt/Graben bis Am Hof reichen. Laut Signa Holding schreiten die Vorbereitungen für die Umwandlung der Bogner- sowie der Seitzergasse in die neue Fußgängerzone zügig voran. Nahe dem künftigen Park-Hyatt-Hotel entwickelt Signa eine weitere Immobilie: In die ehemalige Bawag-Zentrale inklusive geschlossenem Kino und dem früheren Penthouse von Helmut Elsner sollen Büros, Luxuswohnungen und Geschäfte einziehen. Ein erster prominenter Mieter wurde vor kurzem bereits bekanntgegeben. Im Sommer 2012 wird Louis Vuitton dort ein Geschäft eröffnen - und somit den derzeitigen Standort am Kohlmarkt aufgeben. In beide Bankzentralen will Signa laut eigenen Angaben mehr als 500 Mio. Euro investieren.