Sprit frisst unser Geld weg

Tanken immer teurer

Sprit frisst unser Geld weg

Horrende Spritpreise sind schuld an Spitzen-Inflation von 2,3 Prozent. 

Das Leben in Österreich wird immer teurer. Und die Millionen Österreicher, die dieser Tage an den Zapfsäulen verzweifeln, werden jetzt bestätigt: Es ist vor allem der Sprit, der uns das Geld aus den Börsln frisst. Das belegen neue Zahlen der Statistik Austria:

  • Die Inflation stieg im Dezember um 2,3 Prozent an. Das ist der höchste Wert seit November 2008 – zu Beginn der Wirtschaftskrise.
     
  • Im Gesamtjahr 2010 erhöhte sich das Preisniveau in Österreich um 1,9 Prozent. 2009 war die Teuerung mit 0,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit 1953 gesunken – jetzt geht es wieder steil nach oben.
     
  • Hauptpreistreiber war mit Abstand der explodierende Spritpreis. Im Jahresabstand stiegen Mineralölprodukte um 16 Prozent an. Ohne diese Teuerung läge die Inflation im Dezember nur bei 1,6 Prozent.
     
  • Generell wird Autofahren immer teurer. Wartung und Reparaturen von Pkws verteuerten sich im Gesamtjahr 2010 im Vergleich zu 2009 um rund 3 Prozent.
     
  • "Wohnung, Wasser, Energie“ verteuerte sich 2010 im Schnitt um 2,6 Prozent. Dabei stiegen Wohnungsmieten um 4 Prozent.
     
  • Auch Gemüse (plus sieben Prozent) und Obst (plus neun Prozent) erwiesen sich als Preistreiber im Jahresabstand.

Das ist erst der Anfang: Sprit wird noch teurer
Welche Auswirkungen die Preistreiberei an den Tankstellen für die einzelnen Autofahrer hat, zeigen einfache Berechnungen. Im Durchschnitt tankt jeder österreichische Autofahrer pro Jahr etwa 950 Liter in den Privat-Pkw. Hochgerechnet ergab das im Jahr 2001 noch Gesamtkosten von 840 Euro (Benzin) und 704 Euro (Diesel). Im Jahr 2010 stieg dieser Wert auf 1156 Euro bei Benzin (plus 360 Euro) und 1077 Euro bei Diesel (plus 373 Euro). Und heuer droht ein noch saftigerer Anstieg. Schon jetzt liegen die Spritpreise bei den teuersten Tankstellen fast bei 1,50 Euro. Es droht eine Kostenlawine wie im Jahr 2008. Damals kostete Diesel den Durschnittsautofahrer pro Jahr schon um über 500 Euro mehr als noch 2001. Die Hauptgründe für die derzeitige Preisexplosion: die Einführung der Mineralölsteuer zu Beginn des Jahres sowie steigende Preise auf den internationalen Rohölmärkten. Wer noch halbwegs günstig davonkommen will, sollte laut Arbö umdenken: "In der Früh tanken und spritsparend fahren“.