Tokios Börse schloss schwächer

Nikkei um 0,78 Prozent leichter

Tokios Börse schloss schwächer

Ölwerte vor OPEC-Sitzung schwach - Festerer Yen belastet exportorientierte Titel

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Donnerstag schwächer geschlossen. Der Nikkei-225 Index ging um 135,08 Punkte oder 0,78 Prozent tiefer bei 17.248,50 Zählern aus dem Handel. Der Topix Index gab 14,50 Punkte oder 1,03 Prozent auf 1.391,90 Einheiten ab. 408 Kursgewinnern standen 1.299 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 112 Titel.

   Im Branchenvergleich zeigten sich Ölwerte schwächer. Vor der heutigen OPEC-Sitzung in Wien ist der Ölpreis auf ein Vierjahrestief gefallen. Sollten sich die Mitgliedsstaaten des Öl-Kartells nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen können, dürfte der Preisverfall beim Öl anhalten. In Tokio fielen die Aktien des größten japanischen Ölexporteurs Inpex um 3,02 Prozent auf 1.351 Yen. Showa Shell Sekiyu gaben 0,50 Prozent nach und standen damit bei 990 Yen.

   Der Yen hat am Donnerstag hingegen etwas zugelegt. Dies belastete exportorientierte Titel, deren Produkte dadurch am Weltmarkt teuerer werden. So ging es etwa für die Papiere von Honda Motor 3,33 Prozent hinab. Der Autohersteller macht mehr als 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb Japans. Mazda-Titel verloren 2,43 Prozent. Nissan-Aktien reduzierten sich um 1,61 Prozent.

   Unter Verkaufsdruck gerieten zudem die Anteilsscheine von Yakult Honsha, bei denen schlussendlich ein Minus von 6,12 Prozent zu Buche stand. Der französische Konsumgüter-Konzern Danone soll den Verkauf seines 20-Prozent-Anteils am Unternehmen erwägen.

   Aufwärts ging es hingegen für die Titel von Tokyo Electron, die 2,69 Prozent auf 8.060 Yen zulegten. Der Analyst Gerald Foo rechnet damit, dass Samsung die eingeleiteten rechtlichen Schritte gegen das Halbleiterunternehmen wegen der Übernahme des kalifornischen Halbleiterausrüsters Applied Materials nicht weiter verfolgen wird.