Griechenland, Flagge

Van Rompuy

Neues Griechen-Paket rasch fertig machen

Der EU-Ratspräsident rief die griechischen Parteien zur Einigung auf.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat die Euro-Zone aufgerufen, rasch ein zweites Hilfspaket für Griechenland zu schnüren. "Wir arbeiten an einem neuen Programm, das rasch fertig gemacht werden soll, mit zusätzlicher Finanzierung", sagte er am Freitag nach einem Treffen mit dem irischen Premier Enda Kenny in Brüssel. Es sollte eine freiwillige Beteiligung des Privatsektors enthalten. Dabei gebe es zwei rote Linien: es dürfe keine Kreditereignisse oder einen Credit-Default (Staatspleite) auslösen.

Ratspräsident fordert Einigung
Van Rompuy rief die griechischen Parteien auf, sich auf ein neues Reformprogramm im Parlament zu einigen. Danach könnten der Währungsfonds (IWF) und die Eurozone die nächste Tranche in Höhe von 12 Mrd. Euro an Athen freigeben. "Wichtige Entscheidungen müssen in den nächsten wenigen Tagen auf beiden Seiten getroffen werden, von Griechenland und der Eurozone." Van Rompuy betonte, die wirtschaftlichen Fundamentaldaten der Eurozone seien stark, der Euro eine "stabile und starke Währung". So sei das durchschnittliche Defizit in der Eurozone niedriger als in den USA, Großbritannien und Japan.

Zu den von Irland verlangten Zinssenkungen für sein 85 Mrd. Euro schweres Rettungsprogramm von EU und IWF erklärte Van Rompuy lediglich, die Arbeiten daran würden fortgesetzt. "Wir müssen eine Vereinbarung finden."