VKI kritisiert hohe Kontoüberziehungszinsen

Bis zu 13 Prozent

VKI kritisiert hohe Kontoüberziehungszinsen

Banken verweisen auf höhere Eigenkapitalerfordernisse.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) kritisiert die bis zu 13 Prozent betragenden Konto-Überziehungszinsen als zu hoch. Derzeit seien die Leitzinsen extrem niedrig und die Banken könnten sich sehr billig Geld ausborgen - das könnte auch an die Kunden weitergegeben werden, sagte Finanzexperte Bernd Lausecker vom VKI am Donnerstag im Ö1-"Morgenjournal" des ORF-Radio. Derzeit kostet die Überziehung eines Kontos zwischen 8 und 13 Prozent Zinsen pro Jahr.

Die Banken halten der VKI-Kritik entgegen, dass sie für die Risiken, verliehenes Geld nicht zurückzubekommen, heute mehr Eigenkapital bereitstellen müssten als noch vor zehn Jahren, so Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), im Radio. Das sei mit ein Grund, warum die Überziehungszinsen nach wie vor hoch seien. Dafür würden andere Bankleistungen in Österreich oft sehr günstig angeboten, Kreditzinsen etwa seien hierzulande im EU-Vergleich sehr niedrig.
 

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