Besonders inländische Gäste trugen zu Ergebnis bei

Wintersaison

Heimische Gäste retten Tourismus

Die heimischen Touristiker haben in der bisherigen Wintersaison vom frühen Ostertermin profitiert, da die Karwoche heuer zum Teil in den März gefallen ist. Von November 2009 bis März 2010 legten sowohl die Nächtigungen (+1,3 Prozent auf 56,08 Mio.) als auch die Ankünfte (+3 Prozent auf 13,45 Mio.) zu, teilte die Statistik Austria mit. Besonders inländische Gäste haben zu dem Ergebnis beigetragen.

Deren Ankünfte stiegen um 4,8 Prozent auf 4,04 Mio., ihre Übernachtungen kletterten um 3,4 Prozent auf 12,82 Mio. Aber auch der wichtigste Herkunftsmarkt Deutschland hat sich nach einem Nächtigungsminus von 2,7 Prozent im Zeitraum November bis Februar wieder erholt und drehte nun mit 2,4 Prozent ins Plus.

12,6 Mio Nächtigungen im März
Im Monat März 2010 wurden rund 12,60 Mio. Nächtigungen gemeldet, um 12,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Zahl der inländischen Gästenächtigungen nahm um rund 190.000 (+7,1 Prozent) auf 2,86 Mio. zu, jene der ausländischen Gäste um 1,23 Mio. auf 9,73 Mio. (+14,5 Prozent). Maßgeblich dafür verantwortlich waren die im Vergleich zu 2009 frühen Osterferien. Im Jahr 2009 ist der Ostersonntag auf den 12. April gefallen. Zu dieser Zeit war die Saison schon für viele Betriebe gelaufen. Für Touristiker ist es ungünstig, wenn Ostern spät ist, weil dadurch viele Skifahrer-Nächtigungen verloren gehen.

Weniger Niederländer
Nicht so gut ist es bei unseren zweitwichtigsten Gästen, den Niederländern, gelaufen. Von November bis März nächtigten 1,8 Prozent weniger Holländer in Österreich als im Jahr davor. Auf dem britischen Markt mussten die Tourismusbetriebe nach wie vor herbe Einbußen hinnehmen. Die Abwertung des Pfund gegenüber dem Euro hat den Winterurlaub für Engländer unerschwinglich gemacht, wodurch den Betrieben ein wichtiger Markt verlorengegangen ist. In der bisherigen Wintersaison haben 8,5 Prozent weniger britische Gäste in der Alpenrepublik übernachtet.

Seltener übernachteten auch Besucher aus Ungarn (-3,0 Prozent), Polen (-3,5 Prozent) und Rumänien (-12,6 Prozent). Zugenommen haben die Übernachtungen von Gästen aus der Schweiz (+3,4 Prozent), Italien (+4,9 Prozent), Belgien (+1,9 Prozent) oder Russland (+11,9 Prozent). In Summe wurde auch bei den Nächtigungen (+0,7 Prozent) und Ankünften (+2,3 Prozent) ausländischer Gäste Zuwächse verzeichnet.