Helaba macht im 1. Halbjahr etwas weniger Gewinn

Die deutsche Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat wegen Gegenwinds im Handel im ersten Halbjahr etwas weniger verdient. Der Vorsteuergewinn ging um 4 Prozent auf 322 Mio. Euro zurück, wie das Institut mitteilte.

Dem laufenden Gesundheitscheck der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bankenaufsicht EBA sieht die Bank mit einer harten Kernkapitalquote von zuletzt 12,9 Prozent gelassen entgegen. "Die Helaba ist damit auf den Stresstest von EZB/EBA gut vorbereitet", erklärte das Geldhaus.

Vorstandschef Hans-Dieter Brenner äußerte sich zufrieden über das Abschneiden im ersten Halbjahr. "Sowohl im Großkundengeschäft als auch im Verbund-, Privatkunden- und Mittelstandsgeschäft gelang es, im Neugeschäft trotz des historisch tiefen Zinsniveaus gute Margen zu erzielen." Zudem sei die Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite deutlich gesunken. Der Einbruch des Handelsergebnisses, das um 62 Prozent auf 94 Mio. Euro sank, liege im Rahmen der Planung. Vor einem Jahr brummte der Handel, weil sich die Euro-Schuldenkrise zunehmend entspannte und Anlagen der Bank an Wert gewannen.

Im zweiten Halbjahr 2014 befürchtet Brenner Gegenwind wegen der drohenden konjunkturellen Abkühlung in Deutschland und der Eurozone. Auch die Konflikte in Osteuropa und im Nahen Osten könnten das Geschäft beeinträchtigen. "Wenn es dadurch nicht zu extremen Marktverwerfungen kommt, gehe ich davon aus, dass unser Konzernergebnis leicht unter dem Vorjahreswert liegen wird, wir aber unsere Planwerte gut erreichen."

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