Hunderttausende Fahrzeuge müssen zurück in die Werkstatt: Der Autobauer Peugeot hat eine großangelegte Rückrufaktion gestartet. Betroffen ist ein beliebtes Modell, bei dem ausgerechnet die Hupe Probleme machen soll.
Nach Angaben der Behörden betrifft der Rückruf weltweit mehr als 612.000 Fahrzeuge des Modells Peugeot 208. Konkret geht es um Autos, die zwischen September 2019 und Juli 2022 produziert wurden. Auch Besitzer in Österreich könnten betroffen sein.
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Warnsignal möglicherweise zu schwach
Grund für die Aktion ist ein technischer Mangel am Signalhorn. Die Hupe soll nicht laut genug sein und damit vorgeschriebene Anforderungen verfehlen. Das Problem: In kritischen Verkehrssituationen könnten andere Verkehrsteilnehmer das Warnsignal unter Umständen nicht rechtzeitig wahrnehmen.
Um den Mangel zu beheben, müssen Fahrzeuge in die Werkstatt. Dort wird laut Angaben des deutschen Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) das Signalhorn ausgetauscht.
Kunden werden informiert
Peugeot will betroffene Fahrzeughalter direkt kontaktieren. Wer unsicher ist, kann sich außerdem an eine Vertragswerkstatt wenden und den Rückruf prüfen lassen. Als Referenz gilt der Rückrufcode MYU.
Wie lange der Werkstattbesuch dauert, wurde offiziell nicht bekanntgegeben. Der Austausch einer Hupe gilt allerdings als vergleichsweise schneller Eingriff.
Strenge Regeln für Autohupen
Für Warnsignale bei Fahrzeugen gelten klare Vorgaben. Hupen müssen im Straßenverkehr gut hörbar sein, dürfen aber gleichzeitig nicht zu laut ausfallen. Werden die technischen Anforderungen nicht erfüllt, drohen Sicherheitsprobleme, insbesondere in Gefahrensituationen, in denen Sekunden entscheidend sein können.