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In Slowenien

Hypo verkauft Anteil an Baumarktkette

Die Baumarktkette ist seit Mitte September in Insolvenz.

Die Hypo Alpe-Adria-Bank International hat einen 25-prozentigen Anteil an der in Insolvenz befindlichen slowenischen Baumarktkette Merkur heute, Montag, in der Tageszeitung "Delo" zum Verkauf ausgeschrieben. Die Kärntner Bank hat den Anteil, der 38 Mio. Euro wert sein soll, im Zuge eines Kredits an die Firma des Merkur-Managements, Merfin, die einen Buy-Out geplant hatte, als Sicherheit erhalten. Eine öffentliche Versteigerung des Anteils soll am 15. Oktober erfolgen, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA.

Insolvenz
Unterstützt wurde das geplante Management-Buy-out neben der Hypo auch vom Logistik-Unternehmen Viator&Vektor, dem Möbelhersteller Alpos und dem Zementhersteller Salonit Anhovo, die als Kreditoren eingesprungen wären. Die Baumarktkette mit 4.800 Mitarbeitern hatte am 16. September ihre Insolvenz erklärt. Bis Ende 2012 sollen 1.000 Mitarbeiter abgebaut werden. Seither versucht das Management einen Restrukturierungsplan auf die Beine zu stellen, erhielt bisher aber nicht ausreichend frisches Kapital.

Übernahme geplatzt
Heuer im Juni war die Übernahme der Baumarktkette Merkur durch die slowenische Handelskette Mercator geplatzt. Damals nahm der langjährige Vorstandschef Bine Kordez seinen Hut auf Drängen der Gläubigerbanken. Ihm folgte ab 1. Juli Bojan Knuplez, der am 24. September an einem Herztod verstarb, was einen Rückschlag für Sanierungsplan für das Unternehmen bedeutet. Fünf Tage Später wurde Blaz Pesjak zum neuen Interimschef bestellt. Wirtschaftsministerin Darja Radic bot dem Unternehmen staatliche Hilfe bei der Sanierung an. Sie glaubt, dass die Baumarktkette wieder in die Gewinnzone zurückkehren könne.

2009 erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust in der Höhe von 148 Mio. Euro, vor allem wegen massiver Abschreibungen von 137 Mio. Euro. Medienberichten zufolge hatte das Unternehmen Ende 2009 insgesamt 280 Mio. Euro an kurzfristigen Verbindlichkeiten. Nach inoffiziellen Berichten stand die Baumarktkette im Juni mit 120 bis 150 Mio. Euro bei den Banken in der Kreide und hatte weiteren 50 Mio. Euro Schulden bei ihren Lieferanten.