Neue Auswertung

Sprit-Ärger: Benzin müsste billiger sein

Obwohl der Rohölpreis im Keller ist, verharren die Preise für Diesel und Benzin auf hohem Niveau. Der ÖAMTC schlägt jetzt Alarm: Autofahrer werden an der Kassa abgezockt. 

Es ist ein Bild, das jeden Autofahrer zur Weißglut treibt: Sobald der Ölpreis am Weltmarkt auch nur minimal steigt, schießen die Preise an den heimischen Zapfsäulen binnen Sekunden in die Höhe. Doch geht der Preis für das „schwarze Gold“ nach unten, scheinen die Preistafeln der Tankstellen wie einzementiert zu sein. Eine neue Analyse des ÖAMTC bestätigt nun das, was Millionen Österreicher täglich spüren: Wir zahlen zu viel!

Hohe Kosten

Nach einem eher günstigen Start ins Jahr 2026 zogen die Spritpreise Ende Jänner nämlich wieder an. Im Vergleich zum Jänner des Vorjahres ist der Rohölpreis um satte 30 Prozent eingebrochen. Und was kommt beim Konsumenten an? Ein mickriger Bruchteil! Diesel und Super sind im Schnitt gerade einmal acht Prozent günstiger als vor einem Jahr. Zieht man die Steuern ab, bleibt eine Netto-Preissenkung von nur 13 Prozent übrig.

„Nachvollziehbare Gründe für die jüngsten Preissteigerungen sind aktuell nicht erkennbar“, heißt es vonseiten des Mobilitätsclubs ÄAMTC klipp und klar. Es bestehe ein „deutlicher Spielraum nach unten“. Während die Konzerne Kassa machen, bleibt das Geldbörserl der Österreicher auf der Strecke.

Besonders dreist wird es rund um die Urlaubszeit. Wer in Richtung Westen aufbricht, muss sich warm anziehen – und das nicht nur wegen der Temperaturen. In den Urlaubs-Hotspots wie Tirol und Salzburg wird an der Zapfsäule oft am kräftigsten zugelangt.

"Preiserhöhungen werden sofort weitergegeben"

Der ÖAMTC fordert nun mehr Transparenz durch die Preiskommission. Es könne nicht sein, dass "Preiserhöhungen sofort weitergegeben werden", Senkungen aber in den Taschen der Konzerne „versickern“. Die Wut der Autofahrer ist mehr als verständlich: Es ist Zeit für faire Preise an der Zapfsäule!

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