IKEA eröffnet erste Filiale in Kroatien

Am Donnerstag

IKEA eröffnet erste Filiale in Kroatien

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In Zagreb werden künftig auch schwedische Möbel verkauft.

Der schwedische Möbelriese Ikea eröffnet am kommenden Donnerstag in Zagreb sein erstes Einrichtungshaus in Kroatien. An den ersten Tagen wird ein Besucheransturm erwartet, Kroatien-Chef Georg Platzer geht von bis zu 25.000 Besuchern aus. Ikea investierte in den vergangenen fünf Jahren etwa 100 Mio. Euro in den neuen Markt und beschäftigt etwa 350 Mitarbeiter.

Schwieriger Markt und bürokratische Hürden

Das erste Möbelhaus wollte Ikea ursprünglich schon 2011 eröffnen, aber auch das Dreifache investieren. Der Bau verzögerte sich jedoch wegen des schwierigen Marktumfelds und bürokratischen Hürden. Zuletzt verschob die Inter Ikea Center Group (IICG), zuständig für die Entwicklung von Einkaufszentren im Rahmen von Ikea-Möbelhäusern, die Idee von einem eigenen Einkaufszentrum in Kroatien.

In den vergangenen Monaten wurde in Kroatien ein regelrechter Hype um den schwedischen Möbelhändler betrieben. Die Lieferung der Kataloge war Online-Medien große Schlagzeilen wert. Auf nur wenige Arbeitsplätze bewarben sich gleich Tausende Arbeitswillige. Kroatien hat eine der höchsten Arbeitslosenraten Europas. Doch auch Kritik an den Investoren wurde laut.

Mautstelle wurde für Ikea verlegt
So kauften die Schweden ursprünglich landwirtschaftlichen und damit billigeren Grund am Stadtrand von Zagreb, der erst in Bauland umgewidmet werden musste. Außerdem mussten die staatliche Autobahnfirma die Mautstellen an der Autobahn Zagreb-Belgrad verlegen, um eine mautfreie Zufahrt zum Möbelhaus sicherzustellen. Zwar beteiligte sich Ikea an den Kosten, doch auch das trug zu den Verzögerungen bei.

Errichtet wurde das Möbelhaus vom börsennotierten österreichischen Bauunternehmen Strabag, der Auftragswert betrug laut Medienberichten 22 Mio. Euro.

In Kroatien trifft Ikea auf starke, internationale Konkurrenz. Dort sind bereits die Kika-Eigentümer Steinhoff mit Kika und dem Diskonter Emmezeta vertreten, sowie die XXX-Lutz-Gruppe mit dem Marktführer Lesnina.
 

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