Interesse an ukrainischer RBI-Tochter

Für die Ukraine-Tochter der Raiffeisen Bank International (RBI), die Bank Aval, interessieren sich die Alfa Bank und die Delta Bank. Das berichte das Magazin "Forbes", heißt es im "WirtschaftsBlatt" (Dienstagausgabe).

Hinter der Alfa Bank stehen die russischen Milliardäre Michail Fridman, German Khan und Alexej Kuzmichev, hinter der Delta Bank der ukrainische Milliardär Mykola Lagun. Aus der RBI heißt es dazu, dass man Marktgerüchte nicht kommentiere.

Aufgrund der Marktsituation und weil Mittel- und Osteuropa (CEE) wieder anspringe, würden immer wieder Kaufangebote für Portfolios oder Einheiten in unterschiedlichen Ländern eintreffen, so eine Sprecherin. Die Aval-Bank durchlief laut "WirtschaftsBlatt" während der Finanzkrise einen harten Sanierungskurs, bei dem fast ein Drittel der Standorte geschlossen und ein Viertel der Jobs gestrichen wurden. Zuletzt habe die Bank wieder Gewinn geschrieben, das Ergebnis sei im ersten Halbjahr 2013 bei 49 Mio. Euro gelegen.

Fridman, der rund ein Drittel an der Alfa Bank halte, könnte eine Übernahme leicht stemmen, heißt es im "WirtschaftsBlatt" weiter. Sein Vermögen werde auf 16 Mrd. Dollar (11,80 Mrd. Euro) geschätzt, engagiert sei er unter anderem auch beim Telekombetreiber Vimpelcom und der Supermarktkette X5. Lagun besitze neben der Delta Bank auch noch die ukrainische Kreditprombank und habe die Ukraine-Töchter der schwedischen Swedbank und der griechischen Alpha-Bank gekauft.

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