Japans Exporte leiden unter der Yen-Stärke

Der Höhenflug des Yen, die schwächelnde Weltwirtschaft und die Nachwirkungen des Jahrhundertbebens setzen den japanischen Exporteuren zu. Ihre Ausfuhren schrumpften im Juli um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte das Finanzministerium am Donnerstag mit. Das war bereits der fünfte Rückgang in Folge. Experten hatten lediglich ein Minus von 2,4 Prozent vorhergesagt.

Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen habe unter der kräftigen Aufwertung des Yen gegenüber dem Dollar und anderen wichtigen Währungen gelitten, hieß es. Die Exporteure leiden auch unter den Folgen des verheerenden Erdbebens im März, bei dem viele Fabriken zerstört wurden.

Die Importe stiegen im Juli um 9,9 Prozent. Hauptgrund ist die steigende Nachfrage nach Erdöl und Erdgas aus dem Ausland, mit dem der Ausfall der Atomenergie in Japan nach dem Erdbeben ausgeglichen werden soll. Die Handelsbilanz weist für Juli einen Überschuss von 72,5 Mrd. Yen aus. Experten hatten mit 71 Mrd. Yen gerechnet.