Die Angst ums Geld wächst: Obwohl 89 % der Frauen und 83 % der Männer finanziell selbstbestimmt leben wollen, fühlt sich nur gut die Hälfte wirklich souverän. Besonders alarmierend: Junge Erwachsene verlieren massiv das Vertrauen in die Altersvorsorge.
Große Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Die neue repräsentative Umfrage von Swiss Life Select Österreich – durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Bilendi – zeigt ein deutliches Bild: Finanzielle Selbstbestimmung bleibt für die Menschen hierzulande eines der wichtigsten Lebensziele. Doch Anspruch und Realität klaffen spürbar auseinander. Während die große Mehrheit angibt, ihr Leben finanziell unabhängig gestalten zu wollen, fühlen sich tatsächlich nur 52 Prozent im Umgang mit Geld wirklich selbstbestimmt. Das ist zwar ein minimaler Anstieg zum Vorjahr – aber noch immer weit entfernt vom eigenen Anspruch.
CEO Christoph Obererlacher, Swiss Life Select Österreich
"Die Unsicherheit nehme besonders bei jungen Menschen deutlich zu. Transparente Beratung und klare Finanzplanung seien daher wichtiger denn je", warnt CEO Christoph Obererlacher.
Finanzielle Sorgen auf dem Vormarsch
Die wirtschaftliche Lage hinterlässt Spuren: 23 Prozent der Befragten sorgen sich aktuell um ihre finanzielle Situation – ein weiterer Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Immer mehr Menschen erkennen, dass regelmäßiges Sparen und Ausgabenkontrolle entscheidend sind. Rund ein Drittel nennt genau diese Punkte als Schlüssel zur finanziellen Unabhängigkeit.
Blick in die Zukunft: Pensionisten besonders skeptisch
Nur 57 Prozent blicken optimistisch auf ihre finanzielle Situation in zehn Jahren. Besonders pessimistisch sind Pensionistinnen und Pensionisten: In dieser Gruppe glauben nur 44 Prozent an eine positive finanzielle Zukunft. Hier zeigt sich klar: Mit zunehmendem Alter steigt die Skepsis.
Altersvorsorge: Vertrauens-Schock bei den 18- bis 29-Jährigen
Besonders brisant ist das Ergebnis beim Thema Pension: Insgesamt glaubt nicht einmal jeder Dritte (29 Prozent), dass staatliche, berufliche und private Vorsorge für ein selbstbestimmtes Leben im Alter ausreichen. Noch dramatischer ist die Lage bei den 18- bis 29-Jährigen: Nur 20 Prozent vertrauen auf das bestehende Vorsorgesystem – ein massiver Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wäre gerade für diese Altersgruppe ein früher Einstieg besonders wichtig, um langfristig Vermögen aufzubauen.
Viele fühlen sich schlecht vorbereitet
23 Prozent sagen rückblickend, sie hätten zu spät mit der Altersvorsorge begonnen. Mehr als ein Viertel wünscht sich zusätzliches Finanzwissen. Nur 30 Prozent fühlen sich insgesamt gut auf den Ruhestand vorbereitet. Besonders niedrig ist dieser Wert bei:
• Teilzeitbeschäftigten (21 %)
• Frauen (26 %)
Zum Vergleich: 35 Prozent der Männer fühlen sich gut vorbereitet. Auffällig auch: Über Geld wird kaum gesprochen. Nur etwa jeder Fünfte tauscht sich regelmäßig mit Familie oder Freunden über Finanzthemen aus. Viele treffen wichtige Entscheidungen allein – und riskieren dabei Fehlentscheidungen.