Mega-Betrug mit Paypal beim Online-Bezahlen

Mega-Deal ad acta gelegt

Kein Pinterest-Kauf durch PayPal

Internet-Bezahldienst verfolgt Übernahme vorerst nicht mehr. Kreise: PayPal wollte 45 Mrd. Dollar zahlen.

PayPal will zunächst die Finger von Pinterest lassen. In der Nacht zu Montag gab der Internet-Bezahldienst bekannt, die milliardenschwere Übernahme zunächst nicht mehr zu verfolgen. Mehr teilte PayPal nicht mit. Bisher hatten nur Insider von den Bemühungen berichtet. Demnach soll PayPal 70 Dollar je Pinterest-Aktie geboten haben, was rund 45 Milliarden Dollar (etwa 38,7 Mrd. Euro) entsprochen hätte.

Es wäre damit die größte Übernahme eines sozialen Netzwerks bisher gewesen - noch deutlich über den etwa 26 Milliarden Dollar, die Microsoft 2016 für LinkedIn auf den Tisch gelegt hatte.

Am Aktienmarkt kam der Rückzug bei PayPal-Anlegern gut an. Der Anteilsschein kletterte vorbörslich um mehr als sechs Prozent, während das Pinterest-Papier über zehn Prozent einbüßte.

Beim digitalen Pinboard-Anbieter Pinterest herrscht nicht erst seit dem vergangene Woche bekannt gewordenen Interesse von PayPal Unruhe. Anfang des Monats hatte Mitgründer Evan Sharp dem Unternehmen den Rücken gekehrt.

Beide Firmen gelten als Gewinner der Corona-Pandemie. In Zeiten von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen kauften mehr Menschen online ein und bezahlten häufiger für ihre Ware über PayPal. Auf Pinterest waren im Lockdown mehr Nutzer unterwegs, die sich dort unter anderem für Bastel- oder Heimwerkprojekte inspirieren ließen. Zudem gibt es den Trend, direkt Produkte zu erwerben, die online von sogenannten Influencern auf Plattformen wie Instagram, TikTok und auch Pinterest gezeigt werden. Diesen Bereich hätte PayPal Insidern zufolge zusammen mit Pinterest gut ausbauen können. Erst kürzlich stärkte der US-Bezahldienst mit der Übernahme von Paidy in Japan sein Geschäft mit Ratenzahlungen in Asien und erwarb zudem den Retourenspezialisten Happy Returns.