Red Bull

Millionenstrafe

Klage: Red Bull verleiht keine Flügel

Ein US-Amerikaner verklagte den Brausehersteller wegen Falschwerbung.

"Red Bull verleiht Flügel" - heißt es zumindest in der Werbung. Stimmt aber gar nicht. Das musste jetzt auch der Konzern selbst eingestehen und zahlt wegen Falschwerbung einem US-Amerikaner 13 Millionen Dollar.

Der Mann klagte laut "Consumerist", weil er seit 2002 Red Bull trinke, aber keine gesteigerte Leistungsfähigkeit, die der Konzern mit seiner Werbung impliziere, bemerkt habe. Bezug nehmend auf das Sportengagement Red Bulls heißt es in der Klage: "Alle bei Red Bull unter Vertrag stehenden Athleten erzählen in Werbespots, sie wären dank Red Bull besser geworden. Sie, die Vorbilder einer Generation, unterstützen diese Lüge damit."

Zu wenig Koffein
Red Bull soll leistungssteigernd wirken, weil eine Dose mehr Koffein enthält, als eine Tasse Kaffee. Weil eine durchschnittliche Tasse Kaffee (0,2 Liter) aber zwischen 115 und 175 Milligramm Koffein, eine Dose Red Bull (0,25 Liter) aber nur 80 Milligramm enthält, hat sich Red Bull jetzt entschlossen, 13 Millionen Dollar zu zahlen. Hintergrund: Mit dieser Summe ist die Klage nun beigelegt. Sie deckt jeden Kunden ab, der in den vergangenen 10 Jahren eine Dose Red Bull getrunken hat. Wäre es zu einem Gerichtsverfahren gekommen, wäre eine deutlich höhere Summe möglich gewesen.

Es ist nicht die erste Klage, der sich Red Bull gegenüber sieht. Eine New Yorker Familie will 85 Millionen Dollar von dem Konzern, weil ein 33-jähriger Mann, der viel Red Bull trank, bei einem Basketballspiel tot zusammenbrach. Ein Urteil gibt es hier aber noch nicht.