Koenig & Bauer streicht wieder Jobs

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Der deutsche Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer setzt nach erneuten Verlusten wieder den Rotstift bei der Belegschaft an. Wegen der schlechten Aussichten für das Geschäft mit Zeitungsdruckmaschinen seien "weitere Anpassungsmaßnahmen" unverzichtbar, teilte das Würzburger Unternehmen am Freitag mit.

Wie viele Jobs wegfallen sollen, wollte ein Sprecher nicht sagen. Die Gespräche mit Belegschaftsvertretern liefen, Ergebnisse seien im Herbst oder bis Jahresende zu erwarten.

Koenig & Bauer (KBA) hatte in den vergangenen vier Jahren bereits mehr als 2.000 Stellen gestrichen; derzeit arbeiten noch gut 6.100 Menschen für den Konzern. Die Neuigkeiten kamen an der Börse nicht gut an: Der Kurs sank am Vormittag um mehr als drei Prozent.

Die Franken leiden wie die gesamte Druckmaschinenbranche darunter, dass Zeitungen, Zeitschriften und Kataloge auf Papier nicht mehr en vogue sind. Statt Printprodukte zu kaufen, lesen die Nutzer sie kostenlos im Internet und stöbern dort auch durch die Angebote der Versandhändler. Weil sich der Medienkonsum radikal gewandelt hat und die Krise im wichtigen Absatzmarkt Europa ein Übriges tut, bestellen die Verlage immer weniger Rollendruckmaschinen. Der weltgrößte Hersteller, Heidelberger Druck, streicht seine Belegschaft von einst 20.000 bis 2014 auf 13.500 Beschäftigte zusammen.

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