Konjunkturdelle in Schwellenländern bremst Holcim

Die Konjunkturdelle in Schwellenländern bremst den Schweizer Baustoffkonzern Holcim. Der Umsatz des Weltmarktführers sank in den ersten neun Monaten 2013 um 6,1 Prozent auf 14,9 Mrd. Franken (12,1 Mrd. Euro), wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

In Schlüsselländern wie Indien, Mexiko und Brasilien habe sich die Baustoffnachfrage verringert. Deshalb senkte Holcim die Prognose für den Zement-Absatz. Dank Kostensenkungen konnte Holcim den Reingewinn dennoch um ein Drittel auf 1,04 Mrd. Franken steigern.

Besonders schwach entwickelte sich das Geschäft im größten Markt Indien. Hier leidet der Konzern unter der Verlangsamung der Bautätigkeit und dem Wertverlust der Landeswährung Rupie. Gleichzeitig steigen die Energiekosten. Die beiden indischen Tochtergesellschaften ACC und Ambuja Cement sollen nun restrukturiert werden.

Wegen der Eintrübung des Geschäfts in Asien und Lateinamerika erwartet Holcim nun einen Rückgang der Zement-Absatzvolumen. Dank etwas höherer Baustoff-Preise und vor allem dank Kostensenkungen stellt der HeidelbergCement -Konkurrent 2013 aber weiterhin einen Anstieg des Betriebsgewinns in Aussicht, zumindest wenn die Währungseinflüsse herausgerechnet werden. Bis 2014 sollen Preiserhöhungen, Änderungen bei der Logistik und Energieeinsparungen mehr als 1,5 Mrd. Franken einspielen.

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