Krisenbank IKB schreibt Griechen-Anleihen radikal ab

Die deutsche Krisenbank IKB macht vor dem ersehnten Verkauf an einen neuen Eigner Klarschiff. Auf ihre griechischen Staatsanleihen im ursprünglichen Nominalwert von 200 Mio. Euro schrieb die Bank im ersten Geschäftsquartal 2011/12 (April bis Juni) mehr als 50 Prozent ab. Die Papiere stehen nun mit 85 Mio. in den Büchern, Ende März waren es noch 105 Mio.

Ein Ausfall des Schuldenstaates werde angesichts des neuen Rettungspakets aber nicht erwartet, erläuterte das Düsseldorfer Institut im Besitz des US-Finanzinvestors Lone Star. Das gesamte Engagement in Staatsanleihen der sogenannten PIIGS-Länder (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) hatte sich im vergangenen Geschäftsjahr auf rund 1,7 Mrd. Euro belaufen.

Wegen der Belastungen aus der Schuldenkrise, aber auch der nach wie vor fälligen Provisionszahlungen an den Bankenrettungsfonds SoFFin und der Restrukturierungskosten stand im abgelaufenen Vierteljahr erneut ein Nettoverlust in den Büchern..