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Unilever will Kosten senken

Unilever steigerte Absatz trotz Krise

Mit Waschmitteln, Kosmetika, Margarine und Fertigsuppen bleibt der weltgrößte Hersteller von Waren des täglichen Bedarfs in der Krise stabil auf Kurs: Der niederländisch-britische Konzern Unilever, zu dessen Markenpalette Omo, Axe, Becel und Knorr gehören, hat den Absatz seiner Produkte im dritten Quartal um 3,6 Prozent gesteigert.

Krisenbedingt führten jedoch niedrigere Preise für Konsumerzeugnisse in weiten Teilen der Welt zu einem leichten Rückgang des Umsatzes auf 10,2 Mrd. Euro, wie der Konzern in Rotterdam mitteilte. Der Netto-Gewinn ging im Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 41 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro zurück.

Zu den wichtigsten Gründen für den Gewinnrückgang zählte der Zukauf des Waschmittel- und Körperhygiene-Unternehmens Sara Lee für 1,1 Mrd. Euro. Derartige Investitionen zur Erweiterung der Produktpalette und zur Steigerung des Absatzes sollen fortgesetzt werden. Zu den Marken von Unilever gehören auch Langnese, Du darfst, Dove und Domestos.

Im dritten Quartal des Vorjahres hatte Unilever noch einen Umsatz von 10,43 Mrd. Euro verbucht. Dennoch erklärte Konzernchef Paul Polman: "Wir sehen erneut gute Fortschritte in allen Teilen der Welt, in den meisten Ländern und Produktkategorien." Dabei sanken die Preise für Unilevers Nahrungsmittel, Kosmetika und Reinigungsmittel in West-Europa bei steigendem Absatz um durchschnittlich 2,3 Prozent, in Asien und Afrika um 1,3 Prozent und in Nord- und Südamerika um 0,2 Prozent. Die niedrigeren Durchschnittspreise seien vor allem eine Folge von Sonderaktionen zur Ankurbelung des Absatzes in Krisenzeiten.