Lufthansa

Zweiter Tag

Lufthansa-Streik: Hoffen auf Einigung

Lufthansa-Piloten streiken zweiten Tag - Über 700 Flüge fallen allein in Frankfurt aus.

Im Tarifstreit bei der Lufthansa gibt es keine Anzeichen für eine Annäherung. Am zweiten Tag des Pilotenstreiks äußerte die Gewerkschaft Cockpit allerdings die Erwartung, dass es nach Ende des Ausstands am Wochenende zu erneuten Gesprächen mit der Konzernspitze kommen werde.

"Ich hoffe, dass wir mit dem Streik so viel Druck gemacht haben, dass wir Gespräche entweder am Wochenende oder Anfang nächster Woche führen können", sagte Cockpit-Vorstand Markus Wahl der Nachrichtenagentur Reuters. Damit hätte man Zeit, um sich mindestens zwei Wochen in Ruhe zu unterhalten. Die Lufthansa hofft nach Aussagen einer Sprecherin, dass bis Anfang Mai eine Einigung gefunden wird.

Es sei wichtig, dass sich das Unternehmen so schnell wie möglich mit der Gewerkschaft einige, sagte Noch-Lufthansa-Konzernchef Christoph Franz der "Bild"-Zeitung. "Der Ruf der Lufthansa darf unter diesem Tarifkonflikt nicht leiden." Nach Ende des Streiks solle der Betrieb am Samstag wieder weitgehend normal laufen.

Der Streik hielt die Lufthansa am Boden. Allein am Frankfurter Flughafen fielen am Donnerstag gut 700 Verbindungen aus, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Die Lufthansa hatte bereits im Vorfeld massiv Flüge abgesagt, damit Reisende aus Übersee nicht auf dem Airport stranden. Der Kurs zahlte sich nun aus: Im Transitbereich des Rhein-Main-Flughafens mussten nach Angaben der Fluglinie nur sechs Personen übernachten.

Am zweiten Lufthansa-Drehkreuz in München sind nach Aussagen eines Sprechers einige Hundert Flüge ausgefallen. Insgesamt streicht die Lufthansa bis zum Wochenende 3.800 Starts und Landungen. Betroffen sind 425.000 Fluggäste.

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit unterstreicht mit dem Ausstand, der von Mittwoch bis Freitag rund um die Uhr dauert, ihre Forderung nach mehr Geld und der Beibehaltung der betriebsinternen Frührente für die 5.400 Piloten der Airline.