Lufthansa zieht Kostenbremse weiter an

Die Deutsche Lufthansa AG zieht die Kostenbremse weiter an. Nun soll auch die Konzernverwaltung der größten Fluggesellschaft Europas ihren Beitrag leisten. Bis 2012 sollen rund 15 Prozent der Personalkosten eingespart werden. Lufthansa-Vorstand Lauer kündigte auch an, bei den Austrian Airlines die Kosten weiter zu reduzieren "als zunächst geplant".

Der Vorstand verteidigte die als zu teuer kritisierte Übernahme von Austrian Airlines. "Wenn sich der Erwerb nicht lohnen würde, hätten wir ihn nicht gemacht." Gleichzeitig kündigte er jedoch einen härteren Sparkurs bei der österreichischen Fluglinie an. Bis Lufthansa mit der neuen Tochterfirma Geld verdiene, werde "es noch einige Zeit dauern".

Die Vorgabe von jährlich 5 Prozent Einsparungen bei der Lufthansa-Zentrale sei allerdings nicht zwingend ausschließlich mit einem Stellenabbau verbunden, erklärte ein Unternehmenssprecher. Er ließ aber die übrigen Möglichkeiten offen. Denkbar ist beispielsweise der Verzicht auf Gehaltsteile oder unbezahlte Mehrarbeit. Die Sparvorgabe sei den Mitarbeitern in einer internen Mitteilung kommuniziert worden, sagte der Sprecher. Wie viele Stellen genau betroffen sein werden, könne er nicht sagen.

In einem Interview hatte Lufthansa-Vorstand Lauer betont, dass man möglichst ohne Entlassungen auskommen wolle. "Wir sollten Entlassungen vermeiden, wenn es bessere Möglichkeiten gibt, kostengünstiger und produktiver zu werden", sagte er der "WirtschaftsWoche". "Wir haben mit unseren Sozialpartnern immer andere Lösungen gefunden, das gelingt hoffentlich auch diesmal."