IMA Schelling Group

Maschinenbauer baut hundert Stellen ab

Weltweit tätiger Anlagenspezialist leidet unter US-Zöllen, hohen Personalkosten und schwächelnder Möbelindustrie

Bregenz/Schwarzach. Der weltweit tätige Maschinenbauer IMA Schelling mit Hauptstandorten in Lübbecke (Nordrhein-Westfalen) und Schwarzach (Bezirk Bregenz) baut gut hundert Stellen ab. Besonders betroffen sei Lübbecke, in Schwarzach fallen 30 Arbeitsplätze weg, berichteten am Donnerstag die "Vorarlberger Nachrichten". Grund sei die Auftragslage, so Maximilian Lehner, Geschäftsführer des auf Anlagenlösungen für die holz-, metall- und kunststoffbearbeitende Industrie spezialisierten Unternehmens.

Der wichtige US-Markt sei infolge der Zollpolitik stark eingebrochen, dazu kommen die weiter schwächelnde Möbelindustrie und hohe Lohnabschlüsse der vergangenen Jahre. "Die Kosten sind in die Höhe geschnellt, das macht uns sehr zu schaffen, wir mussten reagieren", wurde Lehner zitiert. Betroffen von den Umsatzrückgängen war im vergangenen Jahr vor allem der Bereich Serienmaschinen für die Holzbearbeitung, der Sonderanlagenbau entwickle sich dagegen gut.

Das Unternehmen, das seit der Fusion von IMA und Schelling 2015 stetig gewachsen sei, beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit rund 2.000 Mitarbeitende weltweit, davon gut 390 in Schwarzach. Ein Teil des Personalabbaus soll über Nichtnachbesetzungen erfolgen, Kündigungen ließen sich aber nicht vermeiden, hieß es. Man gehe davon aus, dass sich die Auftragslage heuer nicht wirklich verbessern werde. Die IMA Schelling Group verfügt laut eigenen Angaben über 18 Vertriebs-, Service- und Produktionsgesellschaften weltweit und gilt laut dem Bericht in seiner Nische als Weltmarkt- und Technologieführer. 2024 lag der Gesamtumsatz der IMA Schelling Group bei 395 Mio. Euro.

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