McKesson: kaum Gegenleibe bei Celesio-Aktionären

Die Aktionäre des deutschen Pharmahändlers Celesio lassen sich auch im neuen Jahr von dem milliardenschweren Übernahmeoffert des US-Konzerns McKesson kaum locken. Bis Donnerstagnachmittag seien dem US-Pharmagroßhändler 634.968 Aktien angedient worden, teilte die McKesson-Gesellschaft Dragonfly mit.

Dies entspreche rund 0,37 Prozent des Aktienkapitals. McKesson bietet 23 Euro je Celesio-Aktie. Vor rund einer Woche waren den Amerikanern im Rahmen ihres am 5. Dezember vorgelegten Kaufangebots 502.613 Celesio-Anteilsscheine angedient worden. Es kommt allerdings häufig vor, dass sich Aktionäre bei einem Übernahmeprozess bis kurz vor Ablauf der Frist zurückhalten.

McKesson muss bis zum 9. Jänner mindestens 75 Prozent der Anteile und zweier Wandelanleihen eingesammelt haben, damit die Übernahme gelingt. Genau dies könnte sich aber als zu hohe Hürde herausstellen. Denn der amerikanische Hedge-Fonds Elliott hat sich mit einem Anteil von 22,7 Prozent - Wandelanleihen eingerechnet - bei Celesio eingekauft und verlangt ein höheres Offert.

Ohne die Schuldverschreibungen beläuft sich der Anteil auf 25 Prozent. Elliott droht damit, die Übernahme scheitern zu lassen, wenn McKesson das Angebot nicht aufstockt. Im Windschatten von Elliott dürften sich weitere Hedgefonds bei Celesio eingekauft haben, die ebenfalls auf ein höheres Offert hoffen.

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