Afghanistan gegen Berichte über Gewalt bei Wahl

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Die afghanische Regierung hat die einheimischen und internationalen Medien aufgefordert, am 20. August, dem Tag der Präsidentschaftswahl, nicht über gewaltsame Zwischenfälle im Land zu berichten. Zwischen 06.00 Uhr in der Früh und 20.00 Uhr am Abend solle die Aussendung von Berichten über jegliche gewaltsame Zwischenfälle unterlassen werden, teilte das Außenministerium am 18. August mit.

Einen entsprechenden Beschluss habe der Nationale Sicherheitsrat gefasst, um eine möglichst breite Teilnahme der Afghanen an der Wahl zu sichern und Terroranschläge zu vermeiden. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte auf Anfrage, es gebe keine Konsequenzen für Journalisten, die sich nicht an die Aufforderung hielten.

Es sei lediglich ihre "ethische Verantwortung", dem Ansinnen der Regierung Folge zu leisten. Die von Hunderttausenden einheimischen und internationalen bekämpften radikal-islamischen Taliban haben zum Wahlboykott aufgerufen und mit Anschlägen gedroht. In den Monaten vor der Wahl ist die Gewalt mehr und mehr eskaliert.

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