Serbien: Medienmacher der Milosevic-Ära angezeigt
Die Strafanzeigen richten sich gegen die ehemaligen Führungsspitzen bei den nach wie vor staatlichen TV-Sendern Belgrad (gegenwärtig RTS) und Novi Sad, aber auch gegen die damaligen Regimeblätter "Politika" und "Vecernje Novosti". Die beiden Tageszeitungen wurden inzwischen privatisiert.
Die genannten Medien hätten nationalen und religiösen Hass geschürt und offen zu Diskriminierung und Feindseligkeiten aufgerufen, wodurch die "psychologischen Voraussetzungen für brutalste Gewalt und Kriegsverbrechen" geschaffen worden seien, heißt es in der Ausendung von NUNS.
Die serbische Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen hatte kürzlich angekündigt, auch die Rolle der Medien während der Kriege der 90er Jahre unter die Lupe nehmen zu wollen. Skepsis wurde vom UNS, dem einst vom Milosevic-Regime kontrollierten Journalistenverband, bekundet.
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