KI-Alarm

Datenschützer Schrems: "Nur 55 Strafen bei 4.000 Datenschutzverfahren in Österreich"

Datenschützer Max Schrems übt im neuen KI-Podcast von Ö3 scharfe Kritik an Großkonzernen. Gesetze bleiben meist nur Theorie.

Das Gefühl, abgehört zu werden, kennen viele Österreicher. Die Erklärung dahinter ist noch unheimlicher: Die Künstliche Intelligenz braucht deine Gespräche gar nicht. Sie analysiert das Verhalten deiner engsten Kontakte und berechnet daraus, was dich gerade beschäftigt – mit erschreckender Präzision. 

Max Schrems
© APA/HANS PUNZ

"Jeder der in Wien falsch parkt, wird eher gestraft"

Datenschutz-Experte Max Schrems, Gründer von noyb, liefert dazu im neuen Ö3-KI-Check-Podcast  (ab Mittwoch, 29. April jede Woche neu) eine ernüchternde Bestandsaufnahme: Von über 4.000 Datenschutzverfahren in Österreich enden pro Jahr nur rund 55 mit einer echten Strafe. „Jeder, der falsch parkt in Wien, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass irgendwas passiert”, so Schrems.

Europas Datenschutzgesetze seien auf dem Papier stark. Das Problem liege woanders: Großkonzerne sitzen gezielt in jenem EU-Land, das am wenigsten durchgreift – und bekämpfen verhängte Strafen jahrelang durch alle Instanzen. Für den einzelnen Österreicher bleibt das Recht damit meist Theorie. „Die Gesetze sind sinnvoll. Wir haben genügend Schilder, uns fehlen die Ritter, die sie hochhalten“, so Schrems in der ersten Folge des Ö3-KI-Check-Podcasts mit Tech-Redakteurin Shin Chang. 

Schrems und noyb kämpfen seit Jahren gegen genau das – mit wechselndem Erfolg

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