Moody's bestätigt Top-Bonität für Österreich

Die US-Ratingagentur Moody's hat die "Aaa"-Spitzenbonität der Republik Österreich bestätigt und den Ausblick von negativ auf stabil erhöht. Über das Triple-A trotz Hypo-Turbulenzen zeigten sich Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) und Finanzstaatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) erfreut.

Auch für Deutschland und Luxemburg gab es Anerkennung: Diesen Euro-Ländern wurde ebenfalls die Top-Bonität "Aaa" bestätigt, auch bei ihnen wurde der Ausblick von negativ auf stabil angehoben. Die Krise des Euroraums habe sich abgeschwächt, die Risiken weiterer Hilfszahlungen seien dadurch gesunken. Auch sei die Ansteckungsgefahr innerhalb der Eurozone geringer geworden.

Das Moody's-Rating war in Österreich mit Spannung erwartet worden, da wegen der Abwicklungs-Diskussion rund um die verstaatliche Krisenbank Hypo Alpe Adria mit einer Ratingherabstufung gerechnet worden war. Statt einer Herabstufung wurde nun von der Ratingagentur Freitagabend sogar der Ausblick angehoben.

Die Ratingagentur führte vor allem drei Gründe für die Verbesserung des Ausblicks an: Einerseits sei das Risiko von Hilfszahlungen an andere Euroländer, etwa Spanien oder Italien, sowie das Ansteckungsrisiko innerhalb der Eurozone zurückgegangen. Außerdem habe sich Österreichs budgetäre Stärke stabilisiert, was sich in einem moderaten strukturellen Budgetdefizit niederschlagen würde. Anderseits sei auch das Belastungsrisiko für die Republik Österreich durch das heimische Bankensystem - die Abwicklung der Hypo Alpe Adria miteinbegriffen - zurückgegangen.

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