Neckermann: Alle 300 müssen gehen

Kündigungswelle in Graz

Neckermann: Alle 300 müssen gehen

Unternehmen bestätigt Anmeldung bei AMS-Frühwarnsystem.

Nach der Pleite des deutschen Versandhändlers Neckermann wurde am Dienstag seitens des Unternehmens bekanntgegeben, dass alle Mitarbeiter der Versandzentrale im Süden von Graz beim AMS-Frühwarnsystem zur Kündigung angemeldet worden sind. Derzeit wird geprüft, ob es Möglichkeiten für einen Weiterbestand des Grazer Standortes gibt, hieß es in einer Aussendung. Der Betriebsrat wollte keine Stellungnahme abgeben.

Derzeit werde geprüft, ob Neckermann Versand Österreich AG (NVÖ), eine Tochter der neckermann.de GmbH, bestehenbleiben kann oder ob das Unternehmen durch ein Insolvenzverfahren entschuldet wird. Vorsichtshalber wurden die rund 300 Mitarbeiter, davon 219 Frauen, die in erster Linie in der Logistik tätig sind, beim AMS-Frühwarnsystem zur Kündigung angemeldet. Trotzdem hieß es am Dienstag, "im Konzept des Unternehmens ist es nicht vorgesehen, Mitarbeiter abzubauen."