Nike im abgelaufenen Quartal mit Gewinneinbruch

Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat im zweiten Geschäftsquartal vor allem auf dem wichtigen US-Markt aufgetrumpft. Zwar verbuchte der Konzern insgesamt einen zweistelligen Gewinnrückgang, und auch in China laufen die Geschäfte weiterhin nicht so wie gewünscht. Dennoch schnitt Nike besser ab, als von den meisten Analysten erwartet. Der Gewinn sank in dem Ende November beendeten Quartal um 18 Prozent auf 384 Millionen Dollar (296,21 Mio. Euro).

Ursache waren Verluste bei den inzwischen verkauften Töchtern Umbro und Cole Haan. Die Belastungen ausgeklammert, lag der Gewinn je Aktie bei 1,14 Dollar, während die Wall Street nur mit 1 Dollar gerechnet hatte.

Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf knapp 6 Mrd. Dollar. Angetrieben wurde das Wachstum von Nordamerika. Dort legten die Erlöse vor allem dank der starken Nachfrage nach Laufschuhen um 17 Prozent zu. Im laufenden Quartal (Ende Februar) werde der Umsatz konzernweit voraussichtlich im niedrigen zweistelligen Bereich wachsen, kündigte Finanzchef Don Blair an.

Weiterhin schwierig gestaltete sich die Lage in China. Nike hat dort mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen. Um neue Produkte in die Regale zu bekommen, werden die Alt-Bestände mit Preisnachlässen verkauft. Im zurückliegenden Quartal gingen die Bestellungen in China um sechs Prozent zurück, die Umsätze verringerten sich um elf Prozent. In West-Europa verbuchte Nike einen Umsatzrückgang von zwei Prozent.