AUA mit bisher höchstem Betriebsgewinn

Erfolgreiche Airline

AUA mit bisher höchstem Betriebsgewinn

Betriebsergebnis erstmals in 60 Jahren über 100 Millionen Euro; 464 neue Mitarbeiter.

Die  AUA  (Austrian Airlines) hat 2017 mehrere Rekorde verbucht: sowohl bei den Passagierzahlen, die um 13 Prozent auf mehr als 12,9 Millionen zulegten, als auch bei den Bilanzergebnissen. Der Betriebsgewinn war erstmals in dreistelliger Millionenhöhe. Airline Chef Kay Kratky (Bild) kann mit den aktuellen Zahlen also mehr als zufrieden sein. AUA-Finanzvorstand Heinz Lachinger sprach am Donnerstag vom besten Ergebnis in der 60-jährigen Geschichte.

Befeuert wurde die Entwicklung der österreichischen Lufthansa-Tochter durch die deutlich höhere Nachfrage nach Europaflügen. Und das lag hauptsächlich am Niedergang der Air Berlin und am Ausfall ihrer österreichischen Ex-Tochter Niki. Das half auch der AUA voriges Jahr zu zweistelligen Passagierzuwächsen.

464 neue Mitarbeiter eingestellt

Nach vielen Jahren des Personalabbaus gab es wieder Neueinstellungen: Vor allem durch die Aufnahme von neuen AUA-Piloten und Flugbegleitern kamen im abgelaufenen Jahr 464 Mitarbeiter dazu. Ende des Jahres hatte die AUA 6.914 Beschäftigte.

>>>Nachlesen:  AUA 2017 mit neuem Passagierrekord

Weil 7 Millionen Euro aus dem Verkauf der alten Fokker-Flugzeuge hereinflossen, ist das Betriebsergebnis EBIT (in dem auch Bewertungsgewinne enthalten sind) um 55 Prozent auf 101 Millionen Euro angewachsen. Abzüglich solcher Bewertungsgewinne ging das bereinigte Ergebnis um 62 Prozent auf 94 Mio. Euro nach oben.

2018 werde "herausforderndes Jahr"

Das Schlussquartal ist bei den Fluggesellschaften traditionell ein Defizit-Quartal. Nach AUA-Angaben lag der Quartalsverlust zum Jahresende mit 5 Millionen Euro aber auch deutlich unter Vorjahr (Quartalsverlust: 19 Mio. Euro).

Für 2018 sieht Kratky wegen der prognostizierten Spritverteuerungen und laufender Investitionen ein "herausforderndes Jahr", wie er heute schrieb. Das bereinigte Ergebnis werde leicht unter dem von 2017 liegen.