Praktiker-Eigentümer sollen Baumarktkette vor Pleite retten

Für den deutschen Baumarktkonzern Praktiker geht es auf der Hauptversammlung an diesem Mittwoch (4. Juli) um alles oder nichts. Nach einem Verlust von mehr als einer halben Mrd. Euro im vergangenen Jahr droht dem einstmals zweitgrößten Baumarktbetreiber Deutschlands nach Angaben des Vorstands die Insolvenz. Um eine Pleite zu verhindern, will das Management den Aktionären schmerzhafte Zugeständnisse abringen: Sie sollen einer massiven Kapitalerhöhung zustimmen und zugleich einem neuen Kreditgeber Zugriff auf 15 Prozent der Firmenanteile gewähren.

Aufsichtsratschef Kersten von Schenck und der neu angetretene Vorstandsvorsitzende Kay Hafner dürften bei dem Treffen in Hamburg im Kreuzfeuer der Kritik stehen. Denn unter ihren Augen - auch Hafner saß lange im Aufsichtsrat - hat Praktiker den Weg eingeschlagen, der sich als Sackgasse erwies. An den Rand des Ruins manövrierte sich die Kette mit dem jahrelangen Slogan "20 Prozent auf alles, außer Tiernahrung".

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