Streik in Athen

Griechenland

Protestwelle gegen Entlassungen in Athen

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Beamte traten in 48-stündigen Streik gegen Kürzungspolitik.

Aus Protest gegen geplante Massenentlassungen im Öffentlichen Dienst sind die griechischen Staatsbediensteten am Mittwoch in einen 48-stündigen Streik getreten. Der Ausstand steht unter dem Motto "Dauerkampf gegen die Sparpolitik".

Von dem Arbeitskampf sind vor allem Behörden und die Volksschulen betroffen. Die Gymnasiallehrer streiken schon seit Montag für fünf Tage. Auch die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern nehmen am Ausstand teil. Um die Mittagszeit sind Demonstrationen geplant.

Auch die Journalisten schlossen sich dem Streik an. Sie legten von 09.00 Uhr Ortszeit für drei Stunden die Arbeit nieder. Im Radio und Fernsehen gab es in diesem Zeitraum keine Nachrichten.

Erhebliche Probleme wird es bei den staatlichen Bahnen geben. Fähren sind hingegen nach Angaben der Küstenwache regulär auslaufen. Auch Hotels, Banken und Taxis sowie Geschäfte werden nicht bestreikt. Bis Ende 2014 sollen 15.000 Staatsbedienstete entlassen werden, davon 4.000 noch in diesem Jahr.

Proteste in Griechenland

Das griechische Parlament hat nach zweitägiger Debatte ein neues Sparpaket der Regierung eingeführt.

Darin enthalten ist ein Gesetz, welches die Entlassung von 15.000 der 700.000 Staatsbediensteten ermöglicht.

Die nötige Mehrheit wurde in allen Artikeln erreicht. Insgesamt stimmten 293 Abgeordnete ab. 152 davon stimmten für alle Artikel ohne Ausnahme ab.

Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass zunächst 12.500 Staatsdiener in eine sogenannte Mobilitätsreserve versetzt werden. Sie arbeiten acht Monate lang für 75% ihres Gehaltes weiter, sollte sich bis dahin keine Alternativstelle auftun werden sie endgültig gekündigt.

Tausende Betroffene hatten in den vergangenen drei Tagen im Zentrum Athen gegen das Gesetz demonstriert.

Vor allem Vor allem Lehrer und Bedienstete der Kommunen zählen zu den Betroffenen.

Rund 3000 Demonstranten fanden sich vor dem Parlament ein um gegen die Billigung des Gesetzes zu demonstrieren.

Nach der Verkünung der Ergebnisse, gingen die Demonstranten enttäuscht, aber friedlich nach Hause.

Es wird erwartet, dass der landesweite Generalstreik fortgesetzt wird, wenn der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble in Athen zu Gast ist.

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